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Rapid in der Meistergruppe: "Sehr wichtig für ganzen Club"

Heute, 04:01 · Lesedauer 4 min

Zum dritten Mal in Folge hat Rapid in der letzten Grunddurchgangs-Runde den Sprung in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga geschafft. Diesmal war es ein 1:0-Heimerfolg gegen Red Bull Salzburg, der in Wien-Hütteldorf für kollektives Aufatmen sorgte. "Dieser Sieg ist sehr wichtig für den ganzen Club", erklärte Trainer Johannes Hoff Thorup nach dem Prestigeerfolg über den einstigen Serienchampion, den man dadurch von der Tabellenspitze stürzte.

Bereits am kommenden Sonntag geht es zum Auftakt der Meistergruppe wieder gegen die "Bullen", diesmal auswärts. Mit einer Leistung wie beim glücklichen Erfolg im Allianz Stadion wird in Wals-Siezenheim für Rapid allerdings wohl wenig zu holen sein - zwar stimmte die Einsatzbereitschaft, doch in spielerischer Hinsicht gab es sehr viel Luft nach oben. Für Hoff Thorup war dies im Moment des Sieges zweitrangig, er hob lieber die kollektive Anstrengung seines Teams hervor. "Wir wussten davor, dass wir viele Momente haben werden, in denen wir hart arbeiten und viel verteidigen werden müssen. Das haben wir gut gelöst."

Das Goldtor erzielte ausgerechnet Janis Antiste. Der Stürmer stand lange auf dem Abstellgleis, kam nun aber erstmals seit dem 0:3 beim LASK am 30. November des Vorjahres in der Startelf zum Einsatz, weil die Kaufverpflichtung ab einer gewissen Anzahl von Einsätzen in Gesprächen mit Sassuolo wegverhandelt werden konnte. "Er ist seit Wochen einer der Besten im Training und bringt viel Qualität mit. Glücklicherweise für ihn und den Club ist das Problem gelöst. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann", meinte Hoff Thorup.

Sonderlob vom Dänen gab es auch für Goalie Niklas Hedl und den oftmals unter den Erwartungen gebliebenen Tobias Gulliksen. Der Vier-Millionen-Euro-Rekordeinkauf bereitete etwa eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung den Treffer vor, durch seine Hereinnahme wegen der Verletzung von Daniel Nunoo agierten zunächst Nikolaus Wurmbrand und dann Matthias Seidl als rechte "Wing Backs", im konkreten Fall Rechtsverteidiger in einer Fünferkette. "Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt", sagte Seidl dazu.

Der Kapitän war über den Sieg ebenfalls hocherfreut, bemühte sich aber auch um die richtige Einordnung. "Wir sind nur unter die Top sechs gekommen, nicht Meister geworden." Durch die Punkteteilung ist Platz eins plötzlich nur noch drei Punkte entfernt. "Es kann schon einiges passieren, alles ist eng beisammen. Dieser Sieg kann uns einen Push geben", meinte Seidl. "Aber von der Performance her müssen wir uns steigern."

Von Rapid-Spielern fiel Druck ab

Auch Hoff Thorup wollte sich nicht näher dazu äußern, was für Rapid in dieser Saison noch möglich sein könnte. "Wir konzentrieren uns jetzt voll auf die Trainings und darauf, was wir beeinflussen können", meinte der Trainer. Positiv sei auf jeden Fall, dass der Sprung in die Meistergruppe "von den Spielern ein bisschen Druck wegnimmt".

Gänzlich ohne Druck kann der TSV Hartberg in die Meistergruppe starten. "Hartberg ist der geilste Club der Welt", sangen die Spieler, nachdem sie mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Linz zum dritten Mal nach 2020 und 2024 den Sprung in die Top sechs geschafft hatten. "Mit Hartberg in die Meistergruppe zu kommen, wird immer etwas Spezielles sein", erklärte Kapitän Jürgen Heil im Sky-Interview.

Ein Kaderumbruch im Sommer und "Heimspiele" in der Südstadt, weil das eigene Stadion renoviert wurde, machten den Hartbergern den Saisonstart nicht leicht. "Wir sind für viele als einer der Abstiegskandidaten gehandelt worden. Das erste Spiel war eine Katastrophe, aber wie wir uns reingefightet haben, das spricht für den ganzen Staff und jeden einzelnen im Verein. Es ist was Großartiges", sagte Lukas Spendlhofer.

Hartberg träumt vom Europacup

Trainer Manfred Schmid formte eine kompakte Einheit, die seit Anfang Oktober nur ein einziges Liga-Spiel (gegen Meister Sturm) verloren hat. "Die Gegner werden es nicht einfach haben gegen uns, weil wir ekelig zu bespielen sind", kündigte Heil auch für die ausstehenden zehn Runden an, in denen nun der Europacup das nächste, hohe Ziel ist. "Wir träumen davon", meinte Tobias Kainz. "Die Liga ist extrem eng, wir werden Woche für Woche alles reinhauen, dann schauen wir, wofür es reicht."

Zusammenfassung
  • Rapid hat mit einem 1:0-Heimsieg gegen Red Bull Salzburg zum dritten Mal in Folge am letzten Spieltag den Einzug in die Meistergruppe der Bundesliga geschafft und Salzburg von der Tabellenspitze verdrängt.
  • Das entscheidende Tor erzielte Janis Antiste, der erstmals seit dem 30. November wieder in der Startelf stand, nachdem Vertragsdetails mit Sassuolo geklärt wurden, und Tobias Gulliksen, der Vier-Millionen-Euro-Rekordeinkauf, bereitete das Tor vor.
  • Durch die Punkteteilung liegt Rapid nur noch drei Punkte hinter Platz eins, während auch Hartberg mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Linz zum dritten Mal in die Meistergruppe einzog und nun vom Europacup träumt.