APA - Austria Presse Agentur

Rapid hofft auf erste Europa-League-Zähler in Molde

28. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Eine Woche nach der unglücklichen 1:2-Europa-League-Heimniederlage zum Auftakt gegen Topfavorit Arsenal gastiert Österreichs Fußball-Vizemeister Rapid Wien am Donnerstagabend (21.00 Uhr MEZ/live Puls 4 und DAZN) in Molde. Aufgrund der strengen Vorschriften in Norwegen - dort verlangen die Behörden vor dem Match noch einen weiteren negativen PCR-Test unmittelbar nach der Einreise - machten sich die Hütteldorfer bereits am Dienstag auf den Weg in den hohen Norden.

Dietmar Kühbauer erwartet ein enges Spiel. Der Rapid-Trainer warnte in seiner Abschluss-Pressekonferenz in Norwegen vor der Qualität des norwegischen Meisters. "Ich glaube, dass das eine sehr spielstarke Mannschaft ist. Sie spielen wenig mit langen Bällen und wollen eher ihre spielerische Qualität durchbringen."

Das gilt auch für Rapid. "Wir haben im spielerischen Bereich auch absolut zugelegt", betonte Kühbauer. "Es wird ein offenes Spiel. Die Mannschaft, die es mehr will, wird als Sieger vom Platz gehen." Die Bubble-Atmosphäre, in der sich die Hütteldorfer wegen der strengen Corona-Bestimmungen in Norwegen seit Dienstag befinden, soll kein Hindernis darstellen. "Es ist nicht einfach, weil es eine komplett neue Situation für uns alle ist. Die Burschen nehmen das aber gut hin. Das darf uns nicht ablenken vom Spiel morgen."

Einstellen müssen sich die Grün-Weißen auch auf einen neuen Untergrund. "Das ist garantiert ein kleines Plus für Molde, weil sie diesen Kunstrasen immer haben", meinte Kühbauer. "Es ist sicher ein Handicap für uns." Wenn es für Rapid einmal nicht so gut laufen sollte, dürfe das künstliche Geläuf im Aker-Stadion aber nicht als Grund herhalten.

So will es Kühbauer auch mit dem Ausfall von Topscorer Taxiarchis Fountas handhaben. Der Grieche hatte wegen seines Mittelhandknochenbruchs bereits das Ligaspiel am Sonntag beim WAC (4:3) verpasst. "Taxi ist schon ein herber Verlust", sagte Kühbauer über seinen Schützling. Koya Kitagawa habe Fountas aber schon in Wolfsberg gut vertreten. Grundsätzlich gab es Lob für den Japaner: "Man merkt, dass er sich von Tag zu Tag mehr in die Mannschaft integriert." Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Sprachkenntnis.

Neben Kitagawa hatte beim WAC auch Thorsten Schick getroffen - sein erstes Pflichtspieltor für Rapid, nachdem ihn im Vorjahr lange Zeit eine Knieverletzung außer Gefecht gesetzt hatte. "Ich hätte mir meinen Start auch anders vorgestellt", sagte der 30-Jährige, der im Vorsommer von Young Boys Bern gekommen war. In Molde hofft der Steirer auf drei Punkte. "Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir sind gut vorbereitet."

Quelle: Agenturen