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Nadal: "Habe jeden einzelnen Tag gezweifelt"

21. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach seinem Achtelfinal-Einzug hat Rafael Nadal zugegeben, dass er während seiner Verletzungspause "jeden einzelnen Tag" Zweifel hatte, ob er jemals auf die Tour zurückkehren könne. Eine Fußverletzung hatte ihn 2021 die zweite Saisonhälfte gekostet.

Der 35-jährige Spanier, der Karen Khachanov am Freitag in vier Sätzen ausgeschaltet hatte, präsentierte sich jedoch bei seinen bisherigen Auftritten in Australien wieder nahe seiner Topform. Damit blieb er auch auf Kurs Grand-Slam-Titel Nummer 21, doch daran denkt Nadal nicht. Er sei einfach froh, wieder Wettkampf-Tennis spielen zu können, nach den dunklen Tagen im Vorjahr. "Ich meine, jeder um mich und auch ich selbst, hatte viele Zweifel. Nicht an den Australian Open, sondern ob ich wieder auf die Tour kommen kann, weil der Fuß an vielen Tagen Schwierigkeiten bereitete", gestand Nadal.

Die Zweifel seien anhaltend. "Wie ich schon gesagt habe, die Verletzung kann man nicht ausheilen. Wir müssen einfach einen Weg finden, um die Schmerzen unter Kontrolle zu halten, um weiterspielen zu können."

"Ein Problem ohne Lösung" 

Dennoch, der Titel beim ATP-250-Turnier in Melbourne und nun drei Siege beim Major en suite geben schon auch Selbstvertrauen. "Viele Monate lang bin ich manchmal auf den Court gegangen und konnte nicht mehr als 20 Minuten trainieren, manchmal 45 und manchmal zwei Stunden", erklärte Nadal gegenüber "Eurosport".

Laut spanischen Medienberichten plagt den Iberer schon seit 2005 das Müller-Weiss-Syndrom - eine degenerative Erkrankung, die eine Deformation eines Knochens verursacht. "Das Kahnbein ist in zwei Hälften gespalten, es ist ein Problem ohne Lösung", meinte Nadal kürzlich in Melbourne dazu. Mit speziellen Einlagen soll das Problem möglichst reduziert werden.

Quelle: Agenturen / mpa