APA - Austria Presse Agentur

Premieren-WM-Podium in Kombination fest in norwegischer Hand

27. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Österreich ist bei der WM-Premiere der Nordischen Kombiniererinnen ohne Medaille geblieben. Lisa Hirner belegte am Samstag in Oberstdorf unmittelbar vor ÖSV-Teamkollegin Sigrun Kleinrath Rang acht. Das erste Frauen-Podium in der fast 100-jährigen WM-Historie war mit Gyda Westvold Hansen vor den Schwestern Mari Leinan Lund und Marte Leinan Lund fest in norwegischer Hand.

Die 18-Jährige Westvold Hansen, eine Cousine der Langlauf-Weltmeisterin Therese Johaug, hatte vor zwei Wochen in Lahti auch schon den Juniorinnen-WM-Titel geholt. Die in Lahti noch zu Bronze gelaufene Hirner verspielte ihre Medaillenchancen bei den Elite-Titelkämpfen hingegen bereits auf der Normalschanze. Als 13. mit eineinhalb Minuten Rückstand war die 17-jährige Steirerin im Langlauf über 5 km machtlos, verbesserte sich aber noch um fünf Positionen.

"Das war nicht ganz mein Tag. Ich habe noch einmal alles herausgeholt, es ist ein achter Platz geworden, den kann man für die erste WM schon so stehen lassen", meinte Hirner im ORF-Interview. Die gleichaltrige Kleinrath machte zwei Plätze gut. "Es war springerisch nicht ganz das, was ich zeigen kann, aber ich kann im Großen und Ganzen zufrieden sein. Ich bin echt happy mit meinem Ergebnis", so die neuntplatzierte Oberösterreicherin. Die als Siebente und erste Österreicherin in die Loipe gegangene Annalena Slamik rutschte auf Rang 14 zurück. Claudia Purker wurde 25.

ÖSV-Trainer Bernhard Aicher zog trotz der klar verpassten Medaillen eine positive Bilanz. "Nach dem Springen hatte wir schon hängende Köpfe, aber umso stolzer bin ich nach dem Langlaufrennen, dass sie gefightet haben und jede in ihrem Rahmen ein super Rennen gemacht hat", so Aicher. Nun gelte es dranzuleiben und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. "Wir haben ein junges Team, wir werden weiter Gas geben und versuchen, die Lücke zu schließen."

Am ersten Frauen-WM-Bewerb nahmen 31 großteils noch sehr junge Athletinnen aus zehn Nationen teil. Vorher hatte es in der jungen Disziplin in der ersten Weltcupsaison im Dezember in Ramsau nur einen einzigen Bewerb gegeben, alle weiteren fielen coronabedingt aus. Der Sieg in der Steiermark ging an die US-Amerikanerin Tara Geraghty-Moats, die bei der WM nach schlechtem Springen noch Fünfte wurde, im Rahmen der WM-Medaillenzeremonie aber die Weltcup-Kristallkugel erhielt.

Quelle: Agenturen