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Polleres feiert in Jerusalem Österreichs ersten Masters-Sieg

21. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Olympia-Zweite Michaela Polleres hat am Mittwoch in Jerusalem ihr und Österreichs erstes Judo-Masters gewonnen.

Beim insgesamt zweitwichtigsten Event des Weltverbands (IJF) nach den Weltmeisterschaften siegte die Niederösterreicherin in der Klasse bis 70 kg gegen die französische Ex-Weltmeisterin Marie Eva Gahie. Polleres lag mit Waza-ari zurück, glich aber mit Waza-ari aus und legte im Golden Score noch einen Waza-ari nach. Sie erhöhte damit im Head-to-Head auf 5:3

"Einfach geil"

Die vergangenen vier Duelle mit Gahie hat Polleres damit für sich entschieden. Doch schon der Finaleinzug war gleichbedeutend mit Polleres' bisher bestem Saisonresultat auf der World Tour gewesen. Die gewonnenen 1.800 Weltranglistenpunkte geben ihr auch in Richtung Olympia-Qualifikation einen gewaltigen Schub. "Einfach geil", jubelte ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch. "Für Michi ist der Mastertitel ein unglaublicher Abschluss eines Jahres mit vielen Höhen und Tiefen." Die Vorstellung in Jerusalem sei laut der Trainerin außergewöhnlich stark gewesen.

Van Dijke disqualifiziert

Polleres hatte gegen die Ukrainerin Natalja Kystjakova und die schwedische EM-Siebente Linda Eriksson jeweils klar mit Ippon gewonnen. Im Viertelfinale kam es zum Gipfeltreffen mit der als Nummer eins gesetzten Sanne Van Dijke, die Niederländerin hatte die ÖJV-Athletin zuletzt bei WM und EM besiegt. Bei Olympia in Tokio hatte sich aber Polleres auf dem Weg zu Silber im Semifinale durchgesetzt. Nun glich sie im Head-to-Head zum 5:5 aus, van Dijke wurde wegen eines unerlaubten Angriffs im Stand gegen den Ellbogen (Waki-gatame) disqualifiziert.

Kein Problem hatte Polleres im Semifinale gegen die Belgierin Gabriella Willems. Der Weltranglisten-Zehnten gelangen zwei Waza-ari-Wertungen (Uchi-mata, Kontertechnik), womit sie ihren insgesamt zweiten Masters-Podestplatz nach Rang drei 2018 in Guangzhou fixierte.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo