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Pöltl-Comeback und Abschied bei den Basketball-Männern

29. Juni 2022 · Lesedauer 3 min

Wenn Salzburg in dieser Woche erstmals zur Bühne für das Basketball-Nationalteam der Männer wird, stehen ein Comeback und ein zumindest vorläufiger Abschied an. NBA-Center Jakob Pöltl trägt nach vier Jahren wieder den ÖBV-Dress. Coach Raoul Korner indes muss nach den Duellen mit Irland am Donnerstag und Zypern am Sonntag zum Abschluss der ersten Runde der Vorqualifikation zur Europameisterschaft 2025 eine Auszeit nehmen.

Wenn Pöltl in der Sporthalle Alpenstraße gegen die Iren beim Aufwurf steht, ist es fast auf den Tag genau vier Jahre her, dass er letztmals für Österreich im Einsatz gewesen ist. Kapitän Thomas Klepeisz ist der einzige Mitspieler von damals (dem Duell mit Deutschland in Braunschweig am 29. Juni 2018 in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019/Anm.), den der heimische NBA-Pionier in Salzburg wieder getroffen hat.

Der Center der San Antonio Spurs kann sein Comeback für Österreich geben, weil alle Versicherungsangelegenheiten eine positive Erledigung gefunden haben. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass es klappt. Andernfalls wäre ich traurig gewesen", sagte Pöltl zur APA - Austria Presse Agentur. Er sei beim Team, "um Spiele zu gewinnen".

"Favoritenrolle nicht wegschieben"

Coach Korner erwartet mit dem NBA-Center einen "Schub". Das gelte für das Interesse der Fans an den beiden letzten Spielen in der Gruppe A der Vorqualifikation in Salzburg ebenso wie für die Qualität der Mannschaft. Pöltl werde "den Unterschied machen", gab sich der 48-jährige Wiener überzeugt. Sein Team habe Irland und Zypern auswärts geschlagen, was zwar "keine Garantie für Heimsiege" sei, aber "wir wollen die Favoritenrolle nicht wegschieben".

Unter den 14 einberufenen Spielern steht mit Sebastian Käferle und Jonathan Knessl (beide Oberwart Gunners), Timo Lanmüller (Tigers Tübingen/GER) sowie mit dem erst 16-jährigen und 2,02 Meter großen Fynn Schott von BSL-Aufsteiger Fürstenfeld Panthers ein Quartett vor dem möglichen Nationalteam-Debüt. Letztgenannter könnte zum jüngsten Nationalteamspieler aller Zeiten werden. Verzichten muss Österreich erwartungsgemäß auf Rasid Mahalbasic (zuletzt CB Breogan/ESP) und Luka Brajkovic (zuletzt Davidson College/USA), die in einem ersten Kader vor einem Monat noch aufgelistet waren, aber auch auf Enis Murati von Meister BC Vienna, Daniel Friedrich (Swans Gmunden) sowie auf Marvin Ogunsipe (zuletzt FC Bayern München/GER).

Korner will "emotional an Bord bleiben" 

Korner wird von seinem neuen Club Hamburg Towers vorerst nicht weiter für das ÖBV-Team freigestellt. Er werde freilich "emotional an Bord bleiben" und "im Hintergrund dabei sein", sagte der Wiener im Zusammenhang mit der unfreiwilligen Auszeit zur APA. Mit Hamburg sei vereinbart, die Situation hinsichtlich seines Engagements in Österreich im Sommer 2023 neu zu bewerten. Gebe es dann grünes Licht, "bin ich wieder da", kündigte Korner an. In der zweiten Runde der EM-Vorqualifikation ab 22. August wird der bisherige erste Assistant-Coach Christopher O'Shea (Klosterneuburg Dukes) die Funktion des Cheftrainers übernehmen.

ÖBV-Kader für die Spiele gegen Irland und Zypern in Salzburg: Sebastian Käferle, Jonathan Knessl, Renato Poljak (alle Oberwart Gunners), Jozo Rados, Bogic Vujosevic (beide BC Vienna), Erol Ersek, Timo Lanmüller (beide Tigers Tübingen/GER-2), Benedikt Güttl (Swans Gmunden), Thomas Klepeisz (BBC Ulm/GER), Jakob Lohr (Vienna D.C. Timberwolves), Rashaan Mbemba (SKN St. Pölten), Jakob Pöltl (San Antonio Spurs/USA), Fynn Schott (Fürstenfeld Panthers), David Vötsch (Kapfenberg Bulls).

Quelle: Agenturen / mpa