Piastri startet mit Trainingsbestzeit in neue Formel-1-Ära
Die Ferraris von Rekordweltmeister Lewis Hamilton (+0,321) und Charles Leclerc (+0,562), der in der ersten Einheit das Ranking vor Hamilton angeführt hatte, kamen auf die Ränge vier und fünf. Vierfach-Champion Max Verstappen hatte mit leichten Problemen im zweiten Training zu kämpfen und landete im Red Bull auf dem sechsten Platz (+0,637). Weltmeister Lando Norris, der seinen McLaren in der ersten Session wegen eines Getriebeproblems nach nur sieben Runden wieder hatte abstellen müssen, wurde Siebenter (+1,065).
Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso drehte nach Motorenproblemen erst im zweiten Training auf dem Albert Park Circuit seine ersten Runden. Der zweimalige Weltmeister fuhr als 20. mit einem Respektabstand von 4,933 Sek. unmittelbar vor Teamkollege Lance Stroll (+6,087 Sek.) hinterher. Ebenfalls noch Rückstand hatte Formel-1-Neuling Cadillac. Valtteri Bottas (+3,931) wurde 19., Sergio Perez musste seinen Boliden kurz vor Ende der zweiten Trainingseinheit am Streckenrand abstellen und lag am Ende des Klassements.
Für Verstappen hatte das zweite Training mit einem längeren Aufenthalt am Ende der Boxengasse begonnen, der Bolide des Niederländers musste wieder in die Garage zurückgeschoben werden. Wenig später beschädigte der 28-Jährige bei einem Ausritt den Unterboden seines Autos. Vor dem ersten Grand Prix der Saison am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/ServusTV, Sky) hatten aber noch viele Teams mit diversen Problemen zu kämpfen.
Batterie-Engpass bei Aston Martin
Besonders Aston Martin sei derzeit "machtlos" und in einer "beängstigenden Lage", sagte Teamchef Adrian Newey. Denn der Rennstall hatte vier Batterien für die Boliden von Alonso und Stroll nach Australien gebracht, zwei davon sind aber bereits ausgefallen. "Angesichts der Häufigkeit, mit der unsere Batterien beschädigt werden, ist das eine ziemlich beängstigende Situation", betonte Newey, der sich in seiner Karriere den Ruf als Design-Genie erarbeitet hat.
Beim ersten Saisonrennen werden die absolvierten Runden des Aston-Martin-Duos limitiert, um dem Risiko dauerhafter Nervenschäden durch die starken Vibrationen am Lenkrad des neuen Autos zu entgehen. Diese würden von der neuen Antriebseinheit des Lieferanten Honda auf das Chassis übergehen, hatte Newey erklärt.
Energie-Management im Fokus
Die Formel 1 fährt ab dieser Saison dank einer Regelrevolution in eine neue Ära. Die Autos sind kürzer, schmaler und leichter. Die Motoren werden zu gut 50 Prozent vom Verbrenner angetrieben, der von komplett nachhaltigem Kraftstoff befeuert wird. Die restliche Power kommt von der Batterie. Da die elektrische Energie nicht ausreicht, um die gesamte Runde über Vollgas zu geben, sind Verstappen & Co. zu permanentem Energie-Management aufgerufen.
Zusammenfassung
- Oscar Piastri setzte im zweiten Training der neuen Formel-1-Ära in Melbourne mit einer Zeit von 1:19,729 Minuten die Bestmarke, dicht gefolgt vom Mercedes-Duo Kimi Antonelli (+0,214 Sekunden) und George Russell (+0,320).
- Durch die Regelrevolution sind die Autos ab dieser Saison kürzer, schmaler, leichter und fahren mit nachhaltigem Kraftstoff, wobei etwa 50 Prozent der Motorleistung aus der Batterie kommt und das Energiemanagement für alle Teams entscheidend ist.
