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Olympia-Bronze im Langlaufen: Stadlober holt Medaille

05. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Die Salzburgerin Teresa Stadlober hat gleich in der ersten Medaillenentscheidung der Olympischen Spiele in Peking im Skiathlon die Bronzemedaille geholt.

Die 29-Jährige jubelte am Samstag ein Jahr nach WM-Rang vier hinter der Norwegerin Therese Johaug und der Russin Natalia Neprjajewa über die erste österreichische Frauen-Langlaufmedaille überhaupt bei Winterspielen.

Während Topfavoritin Johaug eine halbe Minute vor der Konkurrenz souverän zu ihrer ersten Einzelgoldenen lief, musste sich Stadlober bei Eiseskälte im Zielsprint Weltcupspitzenreiterin Neprjajewa nur um 0,3 Sekunden geschlagen geben. Wenige Sekunden hinter ihr gingen die Finnin Kerttu Niskanen und die schwedische Medaillenhoffnung Frida Karlsson leer aus.

Erste Olympia-Medaille für Familie Stadlober 

Für Stadlober erfüllte sich hingegen nach Ct-Wert-Schwierigkeiten im Vorfeld sowie zahlreichen Spitzenergebnissen endlich der Medaillentraum bei Großereignissen: "Ich bin so glücklich. Das ist ein sehr emotionaler Tag für mich. Es war ein wirklich hartes Rennen. Ich hatte aber viel Spass, weil wir Seite an Seite miteinander gekämpft haben, und ich bin glücklich, dass ich am Podium stehe", sagte die Radstädterin nach dem Rennen bei extremen Verhältnissen mit Eiseskälte und Wind.

Der quasi mit vier Jahren Verspätung nachgeholte Erfolg sei ganz speziell. "Es ist unglaublich, mir fehlen die Worte. Ich habe vier Jahre weitergearbeitet, und hatte immer den Traum, die Medaille zu machen. Jetzt habe ich sie, das ist unglaublich für mich."

Am ORF-Mikrofon freute sich ihr Vater Alois als Co-Kommentar mit, vor vier Jahren in Südkorea hatte er wegen des fatalen Streckenirrtums seiner auf Medaillenkurs laufenden Tochter noch live mitgelitten. "Unvorstellbar. Wahnsinn. Spitze. Ja, der Fluch ist weg. Morgen gehen wir zur Siegerehrung, super. Wenn sie heute wieder Vierte geworden wäre, wär das ein Wahnsinn gewesen."

Johaug schreibt Geschichte 

Seine Tochter sei nun die Größte im Hause Stadlober, schließlich haben seine mittlerweile als ÖSV-Chefin fungierende Frau Roswitha und er nie Olympia-Edelmetall geholt.

Serienweltmeisterin Johaug holte indes ihr erstes Einzelgold bei Olympia. 2018 in Südkorea hatte sie wegen einer Dopingsperre gefehlt. In China setzte sich die 33-Jährige nach dem Wechsel von den klassischen auf die Skating-Skier zur Streckenhälfte noch deutlich von ihren Verfolgerinnen ab. "Ein Traum wird wahr. Das ist wundervoll, meine erste Goldmedaille bedeutet mir sehr viel. Dafür habe ich viele Jahre und tausende Stunden trainiert", so Johaug. Stadlober arbeitete sich von der siebenten Zwischenposition nach 7,5 Kilometern noch nach vorne, zeigte sich im Finale sehr aktiv und wurde schließlich nach starkem Finish belohnt.

Quelle: Agenturen