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Österreichs U20 verliert bei WM auch gegen Tschechien klar

31. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Österreichs U20-Eishockeyteam hat auch das vierte Spiel bei der WM in Edmonton deutlich verloren. Die ÖEHV-Junioren unterlagen am Donnerstag Tschechien mit 0:7 (0:0,0:4,0:3) und sind ohne Punkt und nur einem erzielten Tor ausgeschieden. Kapitän Marco Rossi und Co. hielten die Partie 27 Minuten lang offen, ehe der Favorit den Bann brach und mit vier Toren im Mitteldrittel die Partie entschied.

Im ersten Drittel lieferten die Österreicher den Talenten der Eishockey-Großmacht ein Duell fast auf Augenhöhe und hatten wie schon im bisherigen Turnierverlauf mit Torhüter Sebastian Wraneschitz neuerlich einen starken Rückhalt. "Auf das erste Drittel kann man stolz sein. Wir haben sehr gut verteidigt und auch spielerische Akzente gesetzt", analysierte Teamchef Roger Bader.

Nach 15 Sekunden des Mitteldrittels vergab Senna Peeters sogar die große Chance zur Führung. Doch danach zogen die Tschechen das Tempo an, setzten die Österreicher permanent unter Druck und gingen hochverdient in Führung.

Simon Kubicek traf mit dem 23. Torschuss (27.), der zweite Treffer durch Martin Lang wurde nach Video-Studium gegeben (33.), obwohl ein Tscheche den Puck aus der Hand von Wraneschitz gestochert hatte. Im Finish des zweiten Abschnitts konnten die Österreicher nicht mehr dagegenhalten und kassierten durch Lang (39.) und Filip Prikryl (40.) zwei weitere Gegentreffer. "Die größere Klasse und physische Qualität hat sich durchgesetzt. Die Tschechen sind eine Weltklassemannschaft, die die Russen geschlagen haben", betonte Bader.

Für Rossi war das erste Tor entscheidend. "Wir waren danach unsicher, wir hätten einfach so weiterspielen sollen. Sie haben dann zwei, drei Tore gemacht, es war dann zu wenig, was wir gemacht haben", erklärte der Kapitän.

Damit bleibt das 2:2 gegen die Ukraine am 3. Jänner 2004, als die Österreicher nach einem Doppelpack von Thomas Vanek erst im Finish den Ausgleich kassierten, weiter das bisher einzige Erfolgserlebnis bei vier U20-A-WM-Teilnahmen. Auch, weil Österreich in die Gruppe B mit den vier Top-Nationen USA, Schweden, Russland und Tschechien gelost worden war. "Es war ein bisschen unglücklich dieses Jahr mit vier Mannschaften der Top 6. Von Deutschland, Schweiz und der Slowakei (alle in Gruppe A) sind wir nicht so weit weg", meinte Bader.

Da es aufgrund der Corona-Pandemie heuer keinen Absteiger gibt, sind die Österreicher aber auch nächstes Jahr in Edmonton und Red Deer wieder bei der A-WM der zehn besten Mannschaften dabei. "Es war sehr hart für uns. Wir haben keine Erfahrung auf diesem Level. Wir waren eine junge Gruppe, nächstes Jahr haben wir mehr Erfahrung, dann werden wir besser sein", ist Rossi überzeugt. Allerdings wird der Vorarlberger dann nicht mehr dabei sein.

Quelle: Agenturen