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Österreich im Kampf um WM-Ticket gegen Wales

26. Nov 2021 · Lesedauer 4 min

Österreich trifft im Kampf um einen Startplatz bei der WM 2022 im Halbfinal-Playoff zuerst auf Wales. Im Finale würde Schottland oder die Ukraine warten. Nur eine der vier Mannschaften qualifiziert sich für die Endrunde in Katar.

Österreich darf sich bei der Auslosung für das WM-Quali-Playoff nicht über fehlendes Losglück beschweren. Die ÖFB-Elf trifft im Halbfinale zuerst auf Wales. Im Falle eines Sieges, würde man im Finale auf den Sieger des Duells Schottland-Ukraine treffen. Nur einer der vier Mannschaften löst das Ticket für die WM 2022, vom 21. November bis 18. Dezember 2022 in Katar über die Bühne geht.

Gegen Wales muss die Mannschaft von Franco Foda am 24. oder 25.März.2021 zunächst auswärts antreten. Dem Sieger winkt am 29. März ein Heimspiel gegen die Ukraine oder Schottland. Sowohl im Halbfinale als auch im Finale wird nur ein Spiel ausgetragen. 

Portugal und Italien bleiben Österreich erspart

In Pfad C des Playoffs, das in Form von drei "Mini-Turnieren", ausgetragen wird könnte es zum großen Showdown zwischen Portugal und Italien kommen. Wenn beide Mannschaften ihre Halbfinal-Duelle gewinnen sollten, duellieren sich die beiden Fußball-Großmächte am 29.März.2021 in Portugal um ein WM-Ticket. Portugal trifft zunächst daheim auf die Türkei. Italien ist gegen Nordmazedonien der klare Favorit. 

In Pfad B kämpfen in den Halbfinalis Russland und Polen bzw. Schweden und Tschechien um einen Platz im Endspiel. Russland oder Polen hätten im Finale Heimrecht. 

Während die zwölf Playoff-Teilnehmer sich um drei Plätze streiten , ist bereits mehr als ein Drittel der Startplätze für die in knapp einem Jahr beginnende Weltmeisterschaft in Katar vergeben. Neben dem Gastgeber sicherten sich aus dem europäischen Verband Dänemark, Deutschland, Frankreich, Belgien, Kroatien, Serbien, Spanien, die Schweiz, England und die Niederlande ihr Ticket. In Südamerika konnten sich zudem Brasilien und Argentinien bereits fix für die Endrunde qualifizieren. 

Wiedersehen mit Wales

Teamchef Franco Foda warnt im ORF-Interview vor den Walisern und möchte nicht von einem Glückslos sprechen. Foda gibt jedoch zu, dass man "etwas Glück" gehabt habe, nicht in den Pfad mit Portugal und Italien gelost worden zu sein.

Die walisische Mannschaft rund um Superstar Gareth Bale beendete Qualifikationsgruppe E auf Platz zwei hinter Belgien. In der Gruppe mit Tschechien, Estland und Belarus kassierten die Waliser nur eine Niederlage in acht Spielen. Die ewige Bilanz spricht für das ÖFB-Team. In zehn Spielen gegen Wales gab es fünf Siege, zwei Remis und drei Niederlagen. Das letzte Mal trafen die beiden Teams in der WM-Qualifikation 2018 aufeinander. Auswärts verlor die ÖFB-Elf mit 0:1, daheim gab es ein 2:2-Unetschieden. 

Auch in einem möglichen Finale würde es, unabhängig vom Ausgang der Partie, zu einem Wiedersehen kommen. Mit Schottland haben Arnautovic und Co. in der laufenden Qualifikation keine guten Erfahrungen gemacht (0:1, 2:2). Das EM-Duell mit der Ukraine, bei dem man sich durch einen 1:0-Sieg das erste Mal in der Geschichte für ein Achtelfinale qualifizieren konnte, ist österreichischen Fußballfans hingegen noch in bester Erinnerung. 

Mögliches Endspiel im Happel-Stadion 

Sollte gegen die Waliser gewonnen werden, würde das entscheidende Match auf jeden Fall im Happel-Stadion ausgetragen werden, berichtete ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. Im Falle einer Niederlage ist die Austragung eines Freundschaftsspiels am Finaltermin aufgrund der UEFA-Zentralvermarktung verpflichtend.

In diesem Fall würde man fix im Happel-Stadion und mit großer Wahrscheinlichkeit gegen den Verlierer aus Schottland - Ukraine antreten, allein schon aus logistischen Gründen. Diesbezüglich wurde bereits Kontakt mit den betreffenden Nationalverbänden aufgenommen. Neuhold: "Es wäre mehr herausfordernd, bis zum 24. März zu warten, gegen wen man fünf Tage später spielt." Mit dem Kartenvorverkauf für das Spiel am 29. März im Prater wird der ÖFB wohl schon vor dem Gastspiel in Wales beginnen.

 

Maximilian PatakQuelle: Agenturen / Redaktion