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ÖRV-Serie gerissen, aber Sieg für Egle - Kindl Zweiter

10. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die sensationelle Sieges-Serie der österreichischen Kunstbahn-Rodler ist wie erwartet auf der Olympiabahn in Whistler gerissen. Doch mit Madeleine Egle, die auch schon in Innsbruck einen Doppelsieg gefeiert hatte, stand am Freitag beim Weltcup im schnellsten Eiskanal der Welt wieder eine Österreicherin ganz oben. Sie gewann den Einsitzer, Wolfgang Kindl musste sich bei den Männern nur dem Deutschen Felix Loch geschlagen geben.

Das ÖRV-Team war ja vergangenes Wochenende mit einer nie gesehenen Serie von acht Siegen in acht Rennen auf der Heimbahn in Igls in die Weltcup-Saison gestartet. Zumindest Egle, die Weltcup-Gesamtleaderin ist, holte sich wieder die vollen Punkte.

"Mit einem Sieg habe ich wirklich nicht gerechnet, umso cooler ist es, dass es auch hier aufgegangen ist. Ein paar kleine Fehler waren drinnen, vor allem die Zielkurve muss ich bei der Team-Staffel besser hinbekommen, aber alles in allem bin ich natürlich extrem happy und sehr zufrieden", freute sie sich.

Wolfgang Kindl, der schon in Innsbruck-Igls Zweiter war, musste sich Loch um drei Hundertstelsekunden beugen. Unglücklich war er ob der gezeigten Trainingsleistungen aber nicht. "Die Steigerung zum Training war gewaltig. Wir haben heute genau das richtige gemacht, sind beim Schlitten-Set-up einen Schritt zurückgegangen. Ich bin super auf Zug gewesen, der Speed war absolut am Punkt." Eine erlittene Handprellung hat es ihm nicht leicht gemacht. Kindl hat nun auch die Führung im Gesamt-Weltcup übernommen.

"Es war klar, dass es nicht so weitergehen wird wie letzte Woche in Igls, aber es kommen wieder Bahnen, auf denen wir uns als gesamte Mannschaft wieder besser in Szene setzen können", sagte er. Igls-Sieger Nico Gleirscher wurde diesmal Siebenter, Jonas Müller Sechster. Bei den Frauen war Lisa Schulte als Achte zweitbeste ÖRV-Athletin.

ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler bilanzierte zufrieden. "Wir haben uns die gesamte Woche über sehr schwer getan und bis zum Schluss hart daran gearbeitet, das Set-up entsprechend hinzubekommen. Das ist uns gelungen, vom Speed her war wir speziell bei den Herren absolut dabei", freute sich der neue Coach. "Ohne die Patzer in der Zielkurve hätte Wolfi das Rennen gewonnen, er war in der Bahn mit Abstand der Schnellste, das zeigt uns, dass der Weg absolut passt."

Am Samstag (Nacht auf Sonntag MEZ) standen die Doppelsitzer-Rennen sowie die Team-Staffel auf dem Programm.

Quelle: Agenturen