ÖLV-Frauen-Sprintstaffel mit Landesrekord in Stockholm 4.

30. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Die österreichische Sprintstaffel der Frauen hat am Donnerstagabend beim Diamond-League-Meeting in Stockholm über 4 x 100 m einen neuen Landesrekord aufgestellt. Viktoria Willhuber, Susanne Walli, Lena Pressler und Magdalena Lindner liefen in 44,33 Sekunden auf Rang vier und drückten die ÖLV-Bestmarke um 16 Hundertstelsekunden. Es siegte die Schweizer Staffel mit der Jahresweltbestzeit von 42,13 Sekunden vor den finnischen und irischen Frauen.

"Das war heute wirklich super. Alle sind sehr stark gelaufen", kommentierte ÖLV-Nationaltrainer Philipp Unfried den Rekordlauf seines Quartetts: "Es war definitiv die richtige Aufstellung. Die Übergaben waren bis auf die letzte sehr gut." Auf Rang drei fehlten den Österreicherinnen nur acht Hundertstel. Sie dürfen nun auf die Qualifikation für die EM in München hoffen.

Die Top-Sprinter-Nationen fehlten in Schweden. Auch Österreichs-Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger verzichtete wegen eines leicht verhärteten Rückens auf ein Antreten. In seiner Abwesenheit gewann der Slowene Kristjan Ceh mit einer Weite von 70,02 m vor Mykolas Alekna aus Litauen (69,81) und Lokalmatador Daniel Stahl (67,57).

Bei seinem Heimspiel meisterte unterdessen Stabhochsprung-Olympiasieger Armand Duplantis die 6,16 m und stellte damit eine neuen Freiluft-Rekord auf. Der 22-jährige Schwede hält auch den Hallen-Weltrekord von 6,20 m. Bei der WM in Eugene/Oregon in zwei Wochen könnte der Leichtathletik-Star den Rekord weiter in die Höhe schrauben.

100-m-Olympiasieger Marcell Jacobs sagte unterdessen seinen Auftritt in Stockholm kurzfristig ab. Der Italiener begründete dies mit Schmerzen im Training. Jacobs, der zuletzt an einer Oberschenkelblessur laboriert hatte, will bei der WM starten. Der 27-Jährige hatte in Tokio überraschend olympisches Gold über 100 m gewonnen und die italienische Sprintstaffel zum Sieg geführt.

Quelle: Agenturen