ÖHV-Männer zum vierten Mal Hallen-Europameister
Die Österreicher zeigten sich im Turnierverlauf als abgebrühtes Team. Neben knappen Siegen gegen Tschechien und Polen remisierten sie gegen die Türkei wie zum Abschluss der Gruppenphase gegen Portugal. Eine Niederlage hätte das Verpassen des Semifinales bedeutet. So gewann man die Gruppe und vermied ein Duell mit dem Gastgeberteam Deutschland. Das unterlag im Semifinale Spanien und im Spiel um Bronze mit 5:6 gegen Spanien. Gegen die Iberer waren die Österreicher nach einem Remis erst im Penaltyschießen weitergekommen, und so war es auch im Endspiel.
In diesem fielen die ersten beiden Tore im zweiten 10-Minuten-Viertel, und zwar zum 2:0 für die Polen. Kurz vor der Halbzeit gelang Fülöp Losonci der Anschlusstreffer, allerdings glückte den Polen nach Wiederbeginn in einem Konter das 3:1. Mit einem Doppelschlag durch Sebastian Eitenberger und Losonci glich Rot-Weiß-Rot freilich aus, das letzte Viertel blieb trotz Chancen auf beiden Seiten torlos. Während im Penaltyschießen Losonci, Nikolas Wellan und Eitenberger trafen, hielt ÖHV-Goalie Mateusz Szymczyk den letzten polnischen Versuch, womit der Endstand offiziell 6:5 hieß.
"Die Freude ist natürlich riesengroß", meinte Rösch nach dem Nervenkrimi. "Eine tolle Energieleistung von der Mannschaft, die sich im Turnier von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Einfach toll." Für Kapitän Losonci war der Ausgang "unglaublich". "Wir haben wieder bewiesen, dass wir wahrscheinlich den besten Penalty-Torhüter der Welt im Tor haben. Wir können alle drei unserer Penaltys treffen und am Ende stehen wir hier als Europameister."
Zusammenfassung
- Österreichs Hockey-Nationalteam der Männer wurde in Heidelberg nach einem 3:3 in der regulären Spielzeit und einem 6:5 im Penaltyschießen gegen Polen zum vierten Mal Hallen-Europameister.
- Alle drei österreichischen Schützen verwandelten ihre Penaltys, während Torhüter Mateusz Szymczyk den entscheidenden Versuch der Polen abwehrte und so den Titel sicherte.
- Mit dem Sieg holte sich Österreich nach den Erfolgen 2010, 2018 und 2022 die insgesamt zehnte EM-Medaille, Bronze ging an Spanien, Deutschland wurde Vierter.
