APA - Austria Presse Agentur

ÖGV-Profis hoffen bei zweitem Heimturnier auf Preisgeld

14. Juli 2020 · Lesedauer 3 min

Die Europa-Tour der Golfprofis wechselt diese Woche innerhalb Niederösterreichs den Schauplatz. Nach dem Turnier im weitläufigen Diamond Country Club in Atzenbrugg schlagen die Spieler der European und der Challenge Tour ab Mittwoch im GC Adamstal in Ramsau bei Hainfeld ab. Auf dem Bergauf-Bergab-Kurs rechnen sich die heimischen Profis bessere Chancen aus.

Der Schotte Marc Warren fehlt nach seinem Sieg in Atzenbrugg beim Turnier im GC Adamstal. Mit dabei ist hingegen Niederländer Joost Luiten, ein Mehrfach-Gewinner auf der Europa-Tour.

Von den Österreichern hatten bei den Austrian Open nur Lukas Nemecz und Markus Habeler den Cut geschafft, bei den Euram Bank Open wollen auch Martin Wiegele, Markus Brier ("Adamstal liegt mir mehr") und Co. in die Preisgeldränge. Österreichs Europa-Tour-Spieler Bernd Wiesberger und Matthias Schwab gastieren ab Donnerstag beim Memorial Turnier in Dublin (Ohio) auf der prestigeträchtigen und finanziell besser ausgestatteten US-PGA-Tour. Dort absolviert der Wiener Sepp Straka schon seine zweite Saison, das Trio spielt um einen Anteil am Preisgeld von 9,3 Millionen Dollar.

Im GC Adamstal von Ex-Rallye-Pilot Franz Wittmann geht es wie in Atzenbrugg um 500.000 Euro. Das Preisgeld kommt von der European Tour, die sich über Startmöglichkeiten für die Spieler während der Pandemie freut. Bei den ÖGV-Profis ist die Kluft zwischen dem Top-Trio und den übrigen Spielern groß. Nur drei - Wiegele, Timon Baltl und Nemecz - haben die Spielberechtigung für die Challenge Tour, alle anderen arbeiten auf der Alps oder Pro Tour am Aufstieg. Auf einen Anteil am Preisgeld in Ramsau hoffen alle neun Profis.

Nemecz hatte für 2016 schon die Europa-Tour-Karte erobert, aktuell spielt der 30-Jährige wieder eine Stufe tiefer. "Adamstal hat ein anderes Anforderungsprofil, ich hoffe, dass ich dort anschließen kann, wo ich am Sonntag in Atzenbrugg aufgehört habe", sagte der Steirer. Da hatte er seine beste Runde absolviert.

Speziell in dieser Saison freuen sich alle Profis auf die Chance auf einen Zuwachs auf dem Konto. "Bei so wenigen Turnieren ist jeder Euro sehr wertvoll. Diese zwei Turniere bieten für uns Österreicher eine super Chance", betonte Nemecz gegenüber der APA. Rund 70.000 Euro seien für eine Saison auf der Challenge Tour nötig, sagte ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny.

"Ich bin froh, dass mein Hauptsponsor zu mir gehalten hat", meinte Nemecz, der aber auch den einen oder anderen Sponsor verloren hat. "Auf lange Sicht muss man vom Preisgeld leben. Ich weiß, dass ich spielerisch gut drauf bin, aber auf der Challenge Tour ist es ein sehr hartes Brot, die Konkurrenz ist sehr groß." Am Sonntag erhielt er für den 34. Platz etwas mehr als 3.000 Euro brutto.

Die Chance auf den Aufstieg fällt heuer wegen Absage der "Tour School", der Qualifikation, aus, weitere Turniere im Herbst sind rar. "So werde ich versuchen, besser zu werden, an mir selbst zu arbeiten, am Spiel zu arbeiten, fitter zu werden und auf nächstes Jahr hoffen", sagte Nemecz.

Habeler, der auf der Alps Tour engagiert ist und am Sonntag als 44. erstmals Preisgeld auf der Europa-Tour erhalten hatte, muss in dieser Saison auf Ersparnisse zurückgreifen. "Heuer läuft es mit Sponsoren nicht so gut, daher ist jeder Groschen Preisgeld wichtig", sagte der 27-jährige Burgenländer, der im Herbst noch Reisen zu acht Alps-Tour-Turnieren geplant hat. "Dafür brauche ich Geld, da muss diese Woche noch ein gutes Ergebnis her."

Quelle: Agenturen