APA - Austria Presse Agentur

ÖFB-Frauen zum WM-Quali-Auftakt in Lettland klarer Favorit

16. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Mit dem Premieren-Vergleich mit Lettland startet Österreichs Fußball-Nationalteam der Frauen am Freitag (16.00 Uhr MESZ, live ORF Sport+) in der Hafenstadt Liepaja in die Qualifikation für die WM 2023. Die ÖFB-Truppe ist als Weltranglisten-21. zu favorisieren, die Baltinnen sind bloß 102. Ob des bisher fehlenden Vergleichs ist ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann aber vorsichtig. Aufgrund der Verpflichtung von Romans Kvacovs als neuem Trainer sei das Spielprinzip des Gegners unklar.

"Grundsätzlich erwartet uns ein Team, das tief verteidigt und bereits bewiesen hat, dass es im Konter gefährlich sein kann", sagte Fuhrmann. "Lettland verfügt über zwei, drei sehr dribbelstarke Spielerinnen, die torgefährlich sein können." In der abgelaufenen EM-Qualifikation gelang dem Außenseiter gegen Schweden (1:4) und die Slowakei (1:2) jeweils der Führungstreffer. Ein solches Szenario wollen die Österreicherinnen vermeiden. "Wir hoffen auf einen schnellen Torerfolg", meinte Fuhrmann.

Sollte Sarah Puntigam wie erwartet eingesetzt werden, avanciert sie mit dann 110. Länderspielen zur Rekordnationalspielerin. Aktuell liegt Puntigam gleichauf mit Nina Burger. "Ich bin schon so oft darauf angesprochen worden, dass ich es langsam realisiert habe", sagte die zuletzt 53-mal in Folge im Nationalteam eingesetzte Stütze. "Es ist etwas Besonderes und ich bin sehr dankbar, dass ich so oft für das Nationalteam spielen durfte und noch immer spielen darf", betonte die 15-fache Teamtorschützin.

Nicole Billa wiederum würde mit einem Treffer und dann 30 Nationalteam-Toren in der Team-Torschützinnenliste mit Gerti Stallinger gleichziehen. Vorerst gilt der Fokus der 25-Jährigen aber nur der Gegnerschaft: "Es erwartet uns ein sehr kompakter Gegner, die Räume vor dem Tor werden eng sein. Wir müssen uns darauf einstellen, dass eventuell Geduld gefragt sein wird." Verzichten muss Fuhrmann wegen Verletzungen auf die Defensivspielerinnen Katharina Schiechtl und Katharina Naschenweng.

Im ÖFB-Betreuerteam ist nach dem Abgang von Sargon Duran zum SV Sandhausen nun Christoph Witamwas zweiter Assistenz-Trainer. Als Spielanalyst stößt der 29-jährige Deutsche Julian Lauer zur Equipe. Das Duo will mithelfen, dass es mit dem Ticket für den Titelkampf in zwei Jahren in Australien und Neuseeland klappt. Die neun Gruppensieger sind fix dabei. Danach geht es für die Gruppenzweiten in bis zu drei Play-off-Runden um zwei bis drei weitere WM-Fahrkarten.

Die Österreicherinnen spielen schon am Dienstag in Nordmazedonien (18.00), außerdem geht es in Gruppe D noch gegen Luxemburg, Nordirland und England.

Quelle: Agenturen