ÖFB-Cup-Semifinale Ried gegen LASK wegen Nebels abgesagt
Gishamer rechtfertigte seine Vorgehensweise. "Die Bedingungen waren nicht fair. Es geht immerhin um den Einzug ins Cupfinale, das ist ein extrem wichtiges Spiel." Durch den Nebel hätte er Probleme gehabt, die Signale seiner Assistenten an der Outlinie korrekt wahrzunehmen, erklärte der Referee. "Und von Tor zu Tor war zwischenzeitlich nichts zu sehen." Außerdem wäre es für den VAR nicht möglich gewesen, die für Abseitsentscheidungen nötige kalibrierte Linie zu ziehen. Deshalb habe er sich "nach Rücksprache mit dem ÖFB und den Übertragungsmedien" zur Absage entschieden.
Ried-Trainer Maximilian Senft zeigte sich gelassen. "Ich habe die Entscheidung von Gishamer akzeptiert und mache mir darüber nicht weiter Gedanken." Die Absage sei allerdings enttäuschend, "weil wir den ganzen Tag Spannung aufgebaut und viel in die Vorbereitung auf dieses Spiel investiert haben. Unsere Spieler hätten gerne gespielt und ich grundsätzlich auch, weil wir vorbereitet sind. Doch es obliegt nicht meiner Kompetenz, ob gespielt wird oder nicht. Dafür gibt es Experten", meinte Senft.
Nach den Angaben von Ried wird die Partie definitiv nicht am (morgigen) Donnerstag nachgetragen. Ein ÖFB-Sprecher teilte in diesem Zusammenhang der APA mit, man bemühe sich, so schnell wie möglich einen Nachholtermin festzulegen. Der Finalgegner von Altach wird wohl frühestens am kommenden Mittwoch ermittelt, denn am Sonntag sind beide Clubs in der letzten Grunddurchgangsrunde im Einsatz. Der LASK könnte mit einem Heimsieg über den WAC und Schützenhilfe von Rapid gegen Red Bull Salzburg Rang eins übernehmen, Ried kämpft daheim gegen die Austria um einen Platz in der Meistergruppe.
Zusammenfassung
- Das ÖFB-Cup-Semifinale zwischen SV Ried und dem LASK wurde am Mittwoch wenige Minuten vor dem geplanten Anpfiff um 20.30 Uhr wegen starken Nebels von Schiedsrichter Sebastian Gishamer abgesagt.
- Das ausverkaufte Stadion mit 7.300 Zuschauern reagierte mit einem gellenden Pfeifkonzert auf die kurzfristige Absage, die laut Gishamer wegen unfairer Bedingungen und mangelnder Sicht für Schiedsrichter und VAR erfolgte.
- Ein Ersatztermin steht noch nicht fest, das Spiel wird definitiv nicht am folgenden Donnerstag nachgeholt und der Finalgegner von Altach wird somit frühestens am kommenden Mittwoch ermittelt.
