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Nordische Kombination vor Olympia-Aus: 2030 nicht garantiert

19. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Nordische Kombination muss mehr denn je um ihren Olympia-Platz bangen. "Um es klar zu sagen - der Platz der Männer für 2030 ist nicht garantiert", sagte IOC-Sportdirektor Kit McConnell im "Sportschau"-Interview. Man wolle hier eine deutliche Entwicklung in Bezug auf die Popularität und breitere Spitze sehen, forderte der Australier. Die Kombinierer sind seit den ersten Winterspielen im Jahr 1924 dabei. Der Saisonauftakt steigt in der nächsten Woche im finnischen Ruka.

IOC-Sportdirektor McConnell rechnete vor, dass bei den jüngsten drei Winterspielen in der Nordischen Kombination 27 Medaillen vergeben worden seien, dabei hätten nur vier verschiedene Nationen Edelmetall gewonnen. Außerdem hätte die Sportart - weltweit betrachtet - bei den Spielen in Peking die geringste mediale Aufmerksamkeit erfahren, was das Fernsehen und die digitale Verbreitung betreffe.

"Wir diskutieren das offen mit dem Internationalen Skiverband - auch vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele 2030. Weil die Männer sich bereits auf 2026 vorbereiten, haben wir entschieden, die Männer im olympischen Programm für 2026 zu belassen", sagte McConnell. Den Frauen wurde die Neuaufnahme für 2026 verwehrt, Norwegens Topathletinnen um Gyda Westvold Hansen protestierten dagegen am Samstag bei einem nationalen Wettkampf in Beitostölen.

Der Skiweltverband FIS versucht, das Olympia-Aus mit Reformen abzuwenden. Laut DSV-Sportdirektor Hüttel hätten sich die fünf Top-Nationen Österreich, Norwegen, Finnland, Japan und Deutschland darauf geeinigt, mit anderen Nationen zu kooperieren und ihr Wissen weiterzugeben. Darüber hinaus strebe der DSV eine Kooperation mit den Niederlanden - einer komplett neuen Nation in der Nordischen Kombination - und Italien an. Außerdem wird ein neues Konzept für die Saison 2023/24 diskutiert.

Quelle: Agenturen