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NFL: Die Highlights von Week 13

06. Dez. 2022 · Lesedauer 5 min

San Francisco 49ers Quarterback Jimmy Garoppolo muss verletzt vom Feld, die Dallas Cowboys erzielten im letzten Viertel 33 Punkte beim Sieg gegen die Colts und die Tennessee Titans mussten einsehen, was ihnen ohne A.J. Brown fehlt.

Alle Highlights von Woche 13 der National Football League.

Cincinnati Bengals vs. Kensas City Chiefs 27:24 (7:3, 7:7, 3:14, 10:0)

Im Top-Spiel der Week 13 der Regular Season konnten die Bengals die Gäste aus Kansas zum dritten Mal in Folge besiegen und stehen jetzt in der AFC North auf Platz zwei hinter den Baltimore Ravens mit einer Serie von 8-4. Wide Receiver Ja'Marr Chase kam nach langer Pause wieder zurück ins Team der Bengals und erwies sich gleich als gewohnt sichere Anspielstation für QB Joe Burrow, welcher zu Spielbeginn gleich selbst in die End Zone rannte.

Diesmal war aber die Defensive das Herz des Erfolges, den Chiefs Tight End Travis Kelce konnte vor allem vor der Paus komplett aus dem Spiel genommen werden. Er konnte bis dahin nur 2 Targets und keinen einzigen Catch verzeichnen. Im letzten Viertel wurde es zwar noch einmal spannend. Als Kelce nach einem Fumble den Ball verlor und Harrison Butker einen Field-Goal-Versuch aus 55 Yards vergab, mussten die Bengals die Führung nur mehr über die Zeit bringen.  

Chicago Bears vs. Green Bay Packers 19:28 (10:0, 6:10, 3:0, 0:18)

 

 

Aaron Rodgers konnte trotz eines gebrochenen Daumens und einer Verletzung an den Rippen für die Packers in Chicago auflaufen. Im letzten Viertel verhalf er seinem Team noch einen Neun-Punkte-Rückstand aufzuholen. Der QB der Bears auf der anderen Seite hat einen sehr guten Tag erwischt - zumindest bis zum letzten Viertel. Dem 23-Jährigen fehlt es sichtlich noch an Routine, schmiss im letzten Viertel noch zwei spielentscheidende Interceptions, zudem vergab Bears Kicker Cairo Santos ein vermeintlich leichtes Field Goal.

Der Mann des Spiels und Anwärter auf den "Offensive Rookie of the Year" Packers Rookie Wide Receiver Christian Watson sein: Ein Receiving und ein Rushing Touchdown, der dem Spiel am Ende den Deckel draufsetzte, bedeuten für ihn acht Touchdowns in den letzten vier Spielen.

San Francisco 49ers vs. Miami Dolphins 33:17 (10:7, 7:3, 6:0, 10:7)

Die 49ers empfingen nicht nur die seit fünf Spiele ungeschlagenen Dolphins, sondern auch Ex-Offensive Coach Mike McDaniel. Das Spiel begann denkbar schlecht für die Heimmannschaft: Schon mit dem ersten Snap des Spiels gingen die Dolphins durch einen 75-Yard-Touchdown-Catch-and-Run von Wide ReceiverTrent Sherfield – spoielte ebenfalls im vorigen Jahr noch bei den Niner - in Führung. Dann wurde es sogar doppelt bitter: San Francisco Quarterback Jimmy Garoppolo hatte sich am Knöchel verletzt, als er von einem Gegenspieler zu Boden gerissen wurde.

Für die 49ers und ihre Playoff-Ambitionen ist die Verletzung ein schwerer Schlag. Garoppolo hatte seinen Stammplatz zunächst verloren, seit der Verletzung von Trey Lance aber stark gespielt. Für ihn ins Spiel kam kam NFL-Neuling Brock Purdy, der dritte Starting-QB der Niners. Dieser spielte stark, zwei kurze drei Yards-Touchdown-Passes von ihm führten noch vor der Pause zur Führung. Eine insgesamt schwache Leistung von Dolphins-QB Tua Tagovailoa (2 Interceptions, 18/33 Passes) führte schlussendlich zu einem verdienten Sieg für San Francisco.

Houston Texans vs. Cleveland Browns 14:27 (3:0, 2:7, 3:7, 6:13)

Die Cleveland Browns haben beim Comeback von Quarterback Deshaun Watson ihren fünften Saisonsieg geholt, dabei aber vor allem von anderen Mannschaftsteilen profitiert. 700 Tage nach seinem zuvor letzten NFL-Spiel blieb der wegen Missbrauchsvorwürfen elf Partien lang gesperrt gewesene Watson am Sonntag beim 27:14 gegen die Houston Texans ohne Touchdown-Pass. Watson brachte beim Duell mit seinem Ex-Team 12 seiner 22 Pass-Versuche zu einem Mitspieler und warf für nur 131 Yards.

Tampa Bay Buccaneers vs. New Orleans Saints 17:16 (3:0, 0:10, 0:3, 14:3)

Mit einem hauchdünnen Comebacksieg zuhause gegen die New Orleans Saints haben die Tampa Bay Bucaneers am Montagabend ihre Chancen auf das Playoff in der American-Football-Liga NFL gewahrt. Einmal mehr war es Star-Quarterback Tom Brady, der mit zwei Touchdown-Pässen in den letzten drei Spielminuten das Team aus Florida von einem 3:16-Rückstand noch auf die Siegerstraße brachte. Am Ende hieß es 17:16 für die Bucs. Das Team aus Florida führt mit sechs Siegen bei ebensovielen Niederlagen seine Division an. Die Saints finden sich hingegen in derselben Division mit vier Siegen und neun Niederlagen an letzter Stelle wieder.

Philadelphia Eagles vs. Tennessee Titans 35:10 (7:7, 14:3, 7:0, 7:0)

Auch die sonst sehr starke Defense der Titans konnte den Lauf der Eagles nicht stoppen. Erst eine Niederlage aus zwölf spielen mussten die Eagles einstecken. Allen voran QB Jalen Hurts, der wieder ein überragendes Spiel machte (29/39 für 380 Yards, 3 TDs). Wide Receiver AJ Brown, der früher bei den Titans spielte, war extra motiviert und fing 8 von 10 Passes für 119 Yards, davon sogar zwei Touchdowns. Nach der Pause konnten die Titans wegen schwacher Offensivleistung keinen einzigen Punkt mehr einfahren.

Dallas Cowboys vs. Indianapolis Colts 54:19 (7:10, 14:3, 0:6, 33:0)

Die Indianapolis Colts sind am Montagabend (Ortszeit) in der NFL mit Bernhard Raimann in der Startformation bei den Dallas Cowboys untergegangen. In einem langen ausgeglichenen Spiel scorte die Heimmannschaft im letzten Viertel 33 Punkte ohne Gegenpunkte und gewann letztlich 54:19. Die Colts hielten über drei Viertel mit, auch weil die Cowboys in ihrer Secondary ein paar Lücken offenbarten. Doch gegen Ende häuften sich die Fehler und die Gäste fielen auseinander. Die Colts haben mit vier Siegen bei acht Niederlagen und einem Remis in der NFC praktisch keine Chancen mehr auf die Play-offs, Dallas liegt in der AFC mit neun Siegen bei drei Niederlagen auf Kurs.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo