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Neuer ÖFB-Kader: Rangnick sieht "viel Potenzial"

29. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Ralf Rangnick will das österreichische Fußball-Nationalteam zurück zu alten Höhen führen.

"Ich glaube, dass viel Potenzial in diesem Kader steckt", sagte der 63-jährige Deutsche am Sonntagnachmittag bei seiner Antrittspressekonferenz als ÖFB-Teamchef in Bad Tatzmannsdorf. Es sei eine "sehr reizvolle Aufgabe", die ÖFB-Auswahl von Platz 34 in der Weltrangliste wieder nach vorne zu bringen.

Neue Heldentaten 

"Es ist schon eine Weile her, dass das österreichische Nationalteam mit Heldentaten auf sich aufmerksam gemacht hat", erinnerte Rangnick, der einen 25-Mann-Kader ins Burgenland eingeladen hat. Das Kennenlernen mit seinen Spielern stand am Sonntagabend auf dem Programm, das erste, auch öffentliche Training folgt am Montagvormittag.

Kroatien wartet

Rangnicks Premiere als ÖFB-Teamchef ist am Freitag in der Nations League in Osijek gegen Vize-Weltmeister Kroatien angesetzt, am folgenden Montag geht es daheim gegen EM-Halbfinalist Dänemark sowie vier Tage später erneut in Wien gegen Weltmeister Frankreich. Abgeschlossen wird die zweiwöchige Zusammenkunft am 13. Juni mit einem Gastspiel in Dänemark.

Interessante Personalentscheidungen 

Bei der Nominierung seines ersten Kaders hatte Rangnick unter anderem auf den hundertfachen Internationalen Aleksandar Dragovic verzichtet. Dem 31-jährigen Abwehrspieler, der mit Roter Stern Belgrad das Double holte, fehlen noch drei ÖFB-Einsätze auf Rekordspieler Andreas Herzog (103). Rangnick argumentierte die Nicht-Nominierung vor allem mit sportlichen Kriterien.

"Es war keine Entscheidung gegen Drago, sondern für die anderen", erklärte Rangnick. Neben dem zentralen Mittelfeld herrsche in Österreich gerade in der Innenverteidigung beinahe ein Überangebot. Auch Champions-League-Sieger David Alaba sehe er primär - wie bei Real Madrid - in der Innenverteidigung oder im Mittelfeldzentrum, erklärte Rangnick.

Quelle: Agenturen