APA - Austria Presse Agentur

Nach Zusammenbruch: Dwamena will Profi-Karriere fortsetzen

09. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Nach seinem Zusammenbruch im Cup-Spiel BW Linz gegen Hartberg will Raphael Dwamena seine Profi-Karriere nun fortsetzen. Der 26-Jährige spielt seit 2020 mit einem Defibrillator.

Raphael Dwamena will seine Karriere als Fußball-Profi fortsetzen. "Ich will in den nächsten Tagen bzw. Wochen wieder einen Check machen lassen. Wenn alles okay ist, bin ich wieder auf dem Platz und spiele", kündigte der Stürmer von Blau-Weiß Linz im Interview auf ServusTV am Montagabend an. Dwamena war im Cup-Achtelfinalspiel der Linzer gegen den TSV Hartberg zusammengebrochen. Der 26-jährige Ghanaer spielt seit 2020 wegen seiner Herzschwäche mit einem eingesetzten Defibrillator.

Der Angreifer hatte sich am 27. Oktober während der Partie plötzlich auf die Brust gegriffen und war später in der Nähe der Ersatzbank unter Schreien zusammengebrochen. Das Spiel wurde nach einer kurzen Unterbrechung schlussendlich abgebrochen. "Ich habe vom Defibrillator einen Elektroschock bekommen. Das tut schon weh und reißt dich von den Beinen. Aber ich bin nicht kollabiert", berichtete Dwamena nun.

Dwamena: "Kann es selber nicht entscheiden" 

Er habe immer ohne Probleme gespielt, meinte er. Herzrhythmusstörungen verbauten ihm schon früher eine größere Fußball-Karriere. Vor seinem Wechsel zum Zweitligisten nach Österreich im Sommer hatte Blau-Weiß den Spieler nach Angaben von Manager Stefan Reiter im AKH Linz durchchecken lassen. "Mit dem Ergebnis, dass alles okay ist", sagte Reiter am Tag nach dem Vorfall.

Dwamena ist sich bewusst, dass seine künftige Karriere auch von der Meinung der Ärzte abhängt. "Ich habe immer ohne Probleme gespielt. Jetzt gab es halt einmal einen Vorfall. Ich kann es aber nicht selber entscheiden", betonte er.

Der Teamarzt der deutschen U21-Mannschaft, Jürgen Scharhag, riet erst kürzlich davon ab Leistungssport mit einem Defibrillator zu betreiben, wie er in einem "Kurier"-Interview verrät. Die Diskussion ist allgegenwärtig. Dem Dänen Christian Eriksen, der während der Europameisterschaft zusammenbrach und wiederbelebt werden musste, wurde ebenfalls ein Defibrillator eingesetzt. Bei seinem Verein Inter Mailand darf er daher nicht mehr spielen. Das sieht eine Regel des italienischen Verbands vor. 

 

Quelle: Agenturen / mpa