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Nach Kombi-Springen: ÖSV-Medaillenchancen der Frauen dahin

Die WM-Medaillenchancen für Österreichs nordische Kombiniererinnen in Planica scheinen im Einzel nach dem Skispringen bereits dahin.

Lisa Hirner (89 m) als die Laufstärkste des angetretenen ÖSV-Trios rangiert nur auf Zwischenrang zwölf, ihr Rückstand auf die einmal mehr voranliegende Norwegerin Gyda Westvold Hansen beträgt 1:17 Min. Die Titelverteidigerin kam bei schwierigen Bedingungen auf 91,0 m, sprang aber von zwei Luken niedriger weg und erhielt Windpunkte.

Erste Verfolgerin von Weltcup-Dominatorin Westvold Hansen ist die Deutsche Nathalie Armbruster (98,0/+20 Sek.). Auch andere wie die italienische Junioren-Weltmeisterin Annika Sieff (5./+30) oder die Norwegerin Ida Marie Hagen als die im Feld stärkste Läuferin (11./1:08) sind höher als Hirner einzuschätzen.

"Es ist sehr bitter für mich"

"Es ist sehr bitter für mich. Ich habe mir erhofft, dass ich da weiter vorne sein kann. Vielleicht habe ich mir zu viel Druck gemacht, vielleicht hat mir ein bisschen die Kontinuität im Springen gefehlt", sagte Hirner und haderte mit ihrem verpatzten Sprung. "Ich war leider am Absprung viel zu spät - ein kleiner Fehler mit großen Auswirkungen. Da spült es mich zurück. Ich bin sehr enttäuscht."

Die Steirerin hofft, dass sie im 5-km-Langlauf mit schwierigen Warmwetterbedingungen (14.15 Uhr) noch einige Positionen gutmachen kann. "In die Top Ten möchte ich auf alle Fälle. Wie weit die Reise nach vorne geht, kann ich nicht sagen, vielleicht entwickelt sich eine gute Gruppe", meinte Hirner zur APA - Austria Presse Agentur.

Slamik rechnet sich keine Chancen mit Platz acht aus 

Annalena Slamik (89,0) schnitt als Achte zwar besser ab, die Tirolerin liegt aber auch schon 1:00 Minute hinter Westvold Hansen und rechnet damit, dass es für sie im Klassement eher nach hinten gehen wird. "Platz acht ist nicht die schlechteste Ausgangsposition, aber es kommen von hinten einige schnelle Läuferinnen. Ich habe ich es mir selbst schwer gemacht." Die Salzburgerin Claudia Purker (88,0/+1:18) rangiert unmittelbar hinter Hirner auf Position 14.

ribbon Zusammenfassung
  • Die WM-Medaillenchancen für Österreichs nordische Kombiniererinnen in Planica scheinen im Einzel nach dem Skispringen bereits dahin.
  • Lisa Hirner (89 m) als die Laufstärkste des angetretenen ÖSV-Trios rangiert nur auf Zwischenrang zwölf, ihr Rückstand auf die einmal mehr voranliegende Norwegerin Gyda Westvold Hansen beträgt 1:17 Min.
  • Annalena Slamik (89,0) schnitt als Achte zwar besser ab, die Tirolerin liegt aber auch schon 1:00 Minute hinter Westvold Hansen und rechnet damit, dass es für sie im Klassement eher nach hinten gehen wird.