APA - Austria Presse Agentur

Nach Boykott: NBA-Spieler wollen Saison fortsetzen

28. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

NBA-Spieler haben offenbar beschlossen, die Playoffs zu Ende zu spielen, nachdem sie aus Protest gegen Polizeigewalt im US-Bundesstaat Wisconsin die Spiele am Mittwoch boykottiert hatten.

Die Spieler der nordamerikanischen Basketballliga NBA haben laut Medienberichten bei einem Treffen der Spieler entschieden, die Saison fortsetzen zu wollen. Das berichtet "ESPN"-Sportjournalist Adrian Wojnarowski am Donnerstag unter Berufung auf Insiderkreise.

Am Jahrestag des ersten Anti-Rassismus-Protests von Colin Kaepernick hatten NBA-Spieler ihre Wut und Enttäuschung über die Polizeigewalt im Land deutlich gemacht wie nie zuvor. Das NBA-Team Milwaukee Bucks rund um Superstar Giannis Antetokounmpo hatte am Mittwoch sein Playoff-Spiel gegen die Orlando Magic boykottiert.

Die Liga veröffentlichte eine Erklärung, dass die Spiele am Donnerstag verschoben würden. Sie hoffe aber, dass die Playoffs am Freitag oder Samstag fortgesetzt werden:

Laut Chris Haynes von "Yahoo Sports" hatte LeBron James einen Sinneswandel. Nachdem er am Mittwoch noch gegen die Fortsetzung der Saison gewesen sein soll, war er am Donnerstag für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. "Es war in ihrem besten Interesse, die Saison zu beenden." Am Mittwochabend hatten die Los Angeles Lakers und Los Angeles Clippers laut Charania für das Ende der Saison gestimmt.

Charania sagte, dass in dem Meeting der Spieler die vielen Opfer, die sie in den letzten Monaten erbringen mussten, ein zentrales Thema gewesen sei. Jene Sportler, die gegen eine Fortsetzung der Saison waren, sollen dies akzeptiert haben.

Taylor Rooks von "Bleacher Report" brachte den Denkprozess einiger Basketballer folgendermaßen auf den Punkt:

NBA-Spieler beteiligten sich an Protesten gegen Polizeigewalt

Vor dem Re-start der NBA-Saison hatten sich eine Reihe von NBA-Spielern an den Protesten gegen Polizeigewalt beteiligt. Damals waren viele Sportler skeptisch gegenüber einer Fortsetzung der Saison. Sie befürchteten, dass die Spiele vom Kampf gegen Polizeibrutalität und systemischen Rassismus ablenken könnten.

Quelle: Redaktion / apb