Miami Dolphins besiegen Baltimore Ravens

12. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Im Thursday Night Game der NFL gelingt den Miami Dolphins eine Überraschung. Die Dolphins besiegen die Baltimore Ravens mit 22:10 und klettern auf Platz drei AFC East Division.

Week 10 in der NFL startet mit einer Überraschung. Die Miami Dolphins fügen den Baltimore Ravens im Thursday Night Game die erst dritte Saisonniederlage zu. Miami hatte zuvor - bis auf den Sieg letzte Woche gegen Houston - siebenmal in Folge verloren. 

Den Grundstein für den Erfolg legte eine bärenstarke Defensiv-Leistung der Dolphins. Ravens-Quarterback Lamar Jackson, der es nur auf ein Rating von 32,9 brachte, wurde konsequent geblitzt und trat nie wirklich in Erscheinung. 

Dolphins defensiv von Anfang an präsent 

Die Defense der Miami Dolphins ist bereits im ersten Drive bissig und aggressiv, wodurch die Ravens und Justin Tucker das Play mit einem Field Goal aus 46 Yards abschließen müssen. Seinen zweiten Versuch verfehlt Tucker. Es war das erste misslungene Field Goal nach 14 Treffern in Serie.

Offensiv agieren die Hausherren aus Miami im Sun Life Stadium im ersten Viertel harmlos. Quarterback-Backup Jacoby Brissett ersetzt zu Beginn den verletzten Tua Tagovailoa. Jener Brissett glänzt im zweiten Viertel mit einigen langen Pässen, zum Touchdown reicht es allerdings nicht. Dank der soliden Defensivleistung und zweier Field Goals von Jason Sanders gehen die Dolphins dennoch mit einer 6:3-Führung in die Halbzeitpause. 

Tagovailoa führt Dolphins trotz Verletzung zum Sieg 

Auch nach der Pause dominieren die Defensivreihen beider Mannschaften das Geschehen. Im dritten Viertel gibt es keine Punkte. Es war das erste NFL-Spiel mit mehr Punts (14) als Punkten (9) nach drei Vierteln in dieser Saison.

Nach der Pause verletzt sich dann Brissett. Der angeschlagene Tagovailoa kommt aufs Feld und führt sein Team prompt an die Ein-Yard-Linie. Doch erneut reicht es für die Dolphins nur zum Field Goal. Wenige Minuten später kommt es zur Schlüsselszene der Partie. Dolphins-Cornerback Xavien Howard provoziert ein Fumble von Ravens-Receiver Sammy Watkins und trägt den Ball selbst über 49 Yards in die Endzone zum 15:3 für die Dolphins. 

Zwar schließen die Ravens vier Minuten vor Schluss einen Angriff mit neun Plays über 99 Yards zum Touchdown durch Mark Andrews ab, doch die Dolphins besiegeln mit einem weiteren Touchdown, den der angeschlagene Tagovailoa selbst besorgt, den dritten Saisonsieg. Dolphins-Cornerback Justin Coleman setzt mit einer Interception in der eigenen Endzone den Schlusspunkt - sinnbildlich für die starke Defensivleistung. 

Ravens müssen um Divisionführung zittern 

Der Motor der Baltimore Ravens, die in den ersten sechs Saisonspielen fünf Siege feierten, geriet zuletzt etwas ins Stocken. Nach der Niederlage gegen die Bengals und dem knappen Overtime-Sieg gegen die Vikings, ist die Niederlage in Miami ein herber Rückschlag für Jackson & Co. Die Ravens führen die AFC North zwar noch an, die Pittsburgh Steelers könnten allerdings dieses Wochenende bereits gleichziehen, sollten sie ihrer Favoritenrolle gegen die Detroit Lions gerecht werden. 

Miami, für die die Saison mehr oder weniger schon gelaufen war, darf sich nun wieder leise Hoffnungen auf die Playoffs machen. Mit dem zweiten Sieg in Folge klettert man in der AFC East auf Platz drei. Auf die Buffalo Bills und die formstarken New England Patriots fehlen allerdings jeweils zwei Siege. 

Maximilian PatakQuelle: Redaktion