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Meistergruppen-Auftakt mit Schlager Salzburg gegen Sturm

12. März 2022 · Lesedauer 4 min

In der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga startet am Sonntag der Kampf um die Europacup-Plätze. Fünf der sechs Teams sind nur durch drei Punkte getrennt. Der Titel liegt aber erneut für den weit voranliegenden Serienmeister Salzburg bereit. Die "Bullen" empfangen zum Auftakt den Verfolger Sturm Graz zum Schlagerspiel (17.00 Uhr). Rapid muss nach Klagenfurt, Austria Wien empfängt den WAC. Zudem gibt es mit LASK - WSG Tirol noch ein Quali-Gruppenspiel (jeweils 14.30 Uhr).

Fünf Tage nach dem überdeutlichen Champions-League-Aus will Red Bull Salzburg beim ersten Verfolger Sturm Graz keine Zweifel an der eigenen Stärke aufkommen lassen. Angesichts des 1:7 in München wollen die "Bullen" ein klares Statement abgeben, mit einem Sieg in der 23. Runde könnte man schon zwölf Punkte vor den Steirern liegen. "Wir müssen schnellstmöglich wieder zurück in die Spur finden und das Bayern-Spiel abhaken", forderte Trainer Matthias Jaissle im Vorfeld.

"Salzburg wird nach dem Dienstag auf Rehabilitierung aus sein", vermutete Sturm-Coach Christian Ilzer, dessen Truppe punktegleich mit dem zweitplatzierten WAC auf Platz drei liegt. "Wir müssen von der ersten Sekunde an da sein. Wir müssen mit dem entsprechenden Vertrauen in die eigenen Stärken in die Partie gehen und auch die richtigen Strategien entwickeln", gab Ilzer die Marschrichtung für sein Team vor.

Nur sieben Tage nach dem Grunddurchgangskrimi zwischen Rapid Wien und Austria Klagenfurt kommt es am Sonntag zum Wiedersehen am Wörthersee. Der 3:0-Sieg Rapids am vergangenen Sonntag brachte beide Teams in die Meistergruppe, der Blick ist auf die internationalen Startplätze gerichtet. "Wir denken ganz klar europäisch. Das ist unser Ziel, aber kein Selbstläufer", sagte Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer.

Für den Aufsteiger aus Klagenfurt startet nun die "Bonusrunde". Frei aufgeigen lautet das Motto der Truppe von Peter Pacult, die die Erwartungen bisher mehr als erfüllt hat. Mit dieser Lockerheit können die Kärntner nun auch Platz fünf ins Visier nehmen, der - in Abhängigkeit vom Ergebnis des Cupfinales - vermutlich für die Teilnahme am Play-off um einen Europacupstartplatz reichen wird.

Der Start in die Meistergruppe bringt auch für die Wiener Austria und den WAC ein rasches Wiedersehen. Zwei Wochen nach dem durch die Verletzung von Georg Teigl am Ende dramatischen 1:0-Heimsieg der Wiener stehen sich die beiden Teams erneut in der Generali Arena gegenüber. Die Austria will das Hochgefühl nach dem Erreichen der Top Sechs verlängern, die Wolfsberger vor den anstehenden schweren Aufgaben keine Schwächen zeigen. Denn die Lavanttaler müssen kommende Woche zweimal gegen Salzburg antreten, zunächst im ÖFB-Cup, dann in der kommenden Bundesliga Runde.

WAC-Trainer Robin Dutt wollte vor der englischen Woche seiner Mannschaft noch nicht vorausblicken. Der Austria bescheinigte er eine gute Entwicklung, die Duelle zwischen den beiden Teams seien ausgeglichen verlaufen. "Das sind Spiele auf Augenhöhe", meinte Dutt. Sein Gegenüber Manfred Schmid ortete eine "riesige Aufbruchsstimmung" im Verein und in der Mannschaft. Der Austria-Coach hat es geschafft, sein Team in eine kompakte Einheit zu verwandeln. Nach vier Siegen in Folge ist das Ziel klar: "Dass wir nach Europa wollen, ist klar, es ist jetzt ja kein bezahlter Urlaub", meinte Schmid.

Ebenfalls am Sonntag steht das Auftaktmatch des LASK in der Qualifikationsgruppe auf dem Programm. In Pasching empfangen die Linzer die WSG Tirol. Nach dem bitteren verpassen der Meistergruppe und der klaren 1:4-Niederlage im Europa-Conference-League-Achtelfinal-Hinspiel bei Slavia Prag ist das Selbstvertrauen eher nicht so groß. Aber die achtplatzierten Linzer haben zehn Runden Zeit, um den oberösterreichischen Rivalen SV Ried, der als Siebenter derzeit fix im Europacup-Play-off der Liga dabei sein würde, zu überholen. Das ist das Ziel.

Geht es nach LASK-Coach Andreas Wieland, soll es rasch bergauf gehen. "Gegen Slavia hat man gesehen, was Selbstvertrauen ausmacht. Deshalb ist es jetzt wichtig für uns, dass wir uns Selbstvertrauen holen, Punkte sammeln, gute Leistungen zeigen, Tore schießen und Gegentore verhindern", gab der 38-Jährige die Marschroute vor. WSG-Coach Thomas Silberberger hofft dennoch zumindest auf ein Remis. "Ein Punkt in Linz zum Start der Qualifikationsgruppe wäre für uns sicher sehr hilfreich." Der verpatzte LASK-Auftritt gegen Slavia macht dem Tiroler Mut. "Wer das gesehen hat, hat auch gesehen, dass sie irgendwo Probleme haben, dass es einen Grund dafür gibt, warum sie heuer in der Qualifikationsrunde sind. Nichtsdestotrotz ist der LASK der absolute Favorit in der Gruppe."

Quelle: Agenturen