Meistergruppe ohne Ried - Austria siegt im Innviertel 2:0
Ried blieb im fünften Spiel in Folge sieglos. Die Mannschaft von Maximilian Senft wird sich nun wieder vermehrt mit dem Kampf gegen den Abstieg beschäftigen müssen.
Bei der Austria hatten Fans bei der Anreise für Aufregung gesorgt. Sie machten Station beim Wohnort von Investor Jürgen Werner. Offenbar wurden Flugblätter verteilt und laut Videoaufnahmen ein Spruchband gegen den ehemaligen Sportvorstand gezeigt. Der Club distanzierte sich in einer Stellungnahme von der Aktion und verurteilte diese "aufs Schärfste". Präsident Kurt Gollowitzer sagte: "Wir werden alle notwendigen Maßnahmen einleiten, um sicherzustellen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen. Mit dieser Aktion wurde eine klare Grenze überschritten." Er entschuldigte sich im Namen der Austria bei Werner und dessen Familie.
Die Violetten starteten nach dem 2:2 gegen den LASK unverändert in die Partie. Stephan Helm wollte mit seinem Team noch jeden Zähler in die Meistergruppe mitnehmen. Bei den Riedern kehrte Kingstone Mutandwa nach einer Sperre zurück, Fabian Rossdorfer gab links außen sein Comeback. Die Hausherren hatten nach der Absage des Cup-Halbfinales gegen den LASK keine müden Beine zu beklagen. Jonas Mayer kam dem Tor per Kopf in der 4. Minute erstmals nahe, dann konnte Mutandwa Austria-Keeper Samuel Sahin-Radlinger aus spitzem Winkel fast überraschen (23.).
Ihre Stärken bei Standardsituationen konnten die Innviertler nicht ausspielen, da sich die Austria darauf gut eingestellt hatte. Offensiv hatten die Wiener zunächst wenig vorzuweisen. Philipp Maybach tauchte nach etwas mehr als zehn Minuten einmal gefährlich im gegnerischen Strafraum auf, ansonsten wurden die Angriffsbemühungen zu unpräzise vorgetragen.
Austria nach Pause am Drücker
Ein Feuerwerk zündete zu Beginn der zweiten Halbzeit nur die Wiener Anhängerschaft. Ried mühte sich weiter, blieb aber wirkungslos. Die Austria schlug indes etwas glücklich zu. Barry drückte das Leder über die Linie, nachdem der Ball in Ping-Pong-Manier durch den Strafraum gekullert war. Rieds rasche Antwort hatte Nicolas Bajlicz am Fuß, sein Abschluss aus zwölf Metern ging aber am Tor vorbei.
Bei Ried war danach die Luft draußen. Barry schoss nach Vorlage des eingewechselten Vasilije Markovic daneben, dann verhinderte Andreas Leitner per Reflex ein Eigentor von Oliver Steurer. Nach der darauf folgenden Ecke köpfelte Dragovic ein. Der Abwehrchef traf damit im zweiten Spiel in Folge. Der 17-jährige Markovic verpasste kurz darauf sein Premierentor im Profifußball. Ried fing sich danach wieder, blieb aber harmlos.
Zusammenfassung
- Austria Wien besiegte SV Ried zum Abschluss des Grunddurchgangs mit 2:0 durch Tore von Barry (56.) und Dragovic (73.) und startet als Vierter in die Meistergruppe der Bundesliga.
- Ried blieb damit im fünften Spiel in Folge sieglos und verpasst die Top sechs, womit sich der Aufsteiger nun auf den Abstiegskampf konzentrieren muss.
- Vor dem Spiel sorgten Austria-Fans mit einer Protestaktion gegen Investor Jürgen Werner für Aufregung, woraufhin sich der Verein klar distanzierte und Maßnahmen ankündigte.
