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Rose gelingt perfektes Leipzig-Debüt - Harte Glasner-Kritik

10. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Marco Rose hat einen höchst erfolgreichen Einstand als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Im ersten Spiel unter dem Neo-Coach gewannen die Sachsen am Samstag mit 3:0 (2:0) gegen Roses ehemaligen Arbeitgeber Borussia Dortmund.

An den Dortmundern vorbei stürmte damit Hoffenheim nach einem 4:1 (0:0) gegen Mainz vorerst auf den zweiten Tabellenplatz. Der mit den Verfolgern nun punktegleiche FC Bayern musste sich gegen den VfB Stuttgart mit einem 2:2 (1:0) begnügen.

Glasner schimpft über "große Mängelliste"

Dem VfL Wolfsburg gelang beim 1:0 (0:0) bei Oliver Glasners Eintracht Frankfurt der erste Saisonsieg unter Trainer Niko Kovac. Maxence Lacroix (60.) erzielte das Tor des Tages für die Gäste. Der Aufwärtstrend der Eintracht in der Bundesliga nach zuletzt zwei Siegen wurde dagegen gestoppt. Glasner kritisierte seine Mannschaft danach scharf. Der Oberösterreicher zählte im TV-Sender Sky die Versäumnisse seines Teams auf. "Desaströse Offensivstandards, außen null Durchsetzungsvermögen, Präsenz im Strafraum mangelhaft. Ganz große Mängelliste heute", sagte der 48-Jährige. "Es gehört mehr dazu als ein bisschen Fußballspielen, ein bisschen den Ball zuschieben, alles dort, wo es nicht wehtut, die gemütliche Variante."

Debüt für Rose als Tedesco-Nachfolger

In Leipzig brachte Willi Orban (6.) sein Team nach einer Ecke per Kopfball früh in Führung, Dominik Szoboszlai (45.) legte mit einem herrlichen Distanzschuss nach. Amadou Haidara (84.) sorgte für die Entscheidung, danach durfte Konrad Laimer vom Feld. Xaver Schlager spielte bei RB durch. Der gebürtige Leipziger Rose war erst am Donnerstag als Nachfolger von Domenico Tedesco vorgestellt worden.

Für die Bayern, die nach dem Sieg in der Champions League bei Inter Mailand mit deutlich veränderter Startformation antraten, traf zunächst Youngster Mathys Tel (36.). Mit 17 Jahren und 136 Tagen ist der Franzose der jüngste Torschütze in der langen Bundesliga-Historie der Münchner. Bisheriger Rekordhalter beim Rekordmeister war Tels Teamkollege Jamal Musiala.

Foul verhindert Ausgleich

Stuttgarts vermeintlicher Ausgleich durch Serhou Guirassy wurde wegen eines vorausgegangenen Fouls nicht gegeben (51.), ehe Chris Führich (57.) dann wirklich das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. Musiala (60.) brachte die Bayern - mit Marcel Sabitzer auf der Bank - schnell wieder in Führung. Doch ein von Guirassy (92.) verwandelter Foulelfmeter nach einem per VAR geahndeten Vergehen von Matthijs de Ligt sorgte für späten Stuttgarter Jubel.

In Hoffenheim vergab Andrej Kramaric zunächst einen Foulelfmeter (44.). Der Mainzer Innenverteidiger Alexander Hack sah für das Foul im Strafraum davor die Rote Karte. In der zweiten Halbzeit war Kramaric (53.) dann per schönem Volley doch erfolgreich, Grischa Prömel (69.) nach Vorarbeit des starken Christoph Baumgartner, Munas Dabbur (80.) sowie Pavel Kaderabek (92.) sorgten für die weiteren TSG-Tore. Für Mainz traf Dominik Kohr (83.), Karim Onisiwo ließ unmittelbar vor dem 0:2 eine Möglichkeit auf den Ausgleich liegen.

Bayer Leverkusen kam bei Hertha BSC nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus und steckt weiter im unteren Tabellendrittel fest. Der SC Freiburg hat am Sonntag daheim gegen Mönchengladbach wieder die Chance, die Tabellenspitze zu übernehmen.

Quelle: Agenturen