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Luis Enrique lässt Zukunft bei Spanien nach WM-Aus offen

06. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Luis Enrique hat nach dem Fußball-WM-Aus von Spanien seine Zukunft als Teamchef offen gelassen.

"Meine Zukunft ist jetzt nicht wichtig. Mein Vertrag läuft aus, aber wir haben noch genug Zeit. Ich brauche noch Zeit, um eine Entscheidung zu fällen, was das Beste für mich und natürlich auch für das Nationalteam ist", sagte der 52-Jährige am Dienstagabend nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus im Elfmeterschießen (0:3) gegen Außenseiter Marokko.

Gutes Verhältnis zu Präsidenten

"Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Spielern, zum Präsidenten, zum Sportdirektor Molina", sagte Enrique. Der Vertrag des früheren Nationalspielers läuft nur noch bis zum Jahresende. Spanische Medien hatten schon spekuliert, dass jedes Spiel bei der WM das letzte von Luis Enrique als Chefcoach der La Roja sein könnte. Er selbst und Verbandspräsident Luis Rubiales hatten in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass man erst das Ende der Weltmeisterschaft abwarten müsse, ehe man eine Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit treffe.

Der Verband (RFEF) war zuletzt sehr zufrieden mit seinem Chefcoach, der das Amt im Juli 2018 als Nachfolger von Fernando Hierro übernommen hatte. Ein knappes Jahr später unterbrach er sein Engagement wegen "dringenden privaten Gründen" für ein halbes Jahr. Im August gab Luis Enrique dann bekannt, dass seine Tochter Xana im Alter von neun Jahren an Knochenkrebs gestorben ist.

Marcelino als Kandidat

Der gebürtige Asturier verfügte als 62-facher Nationalspieler über eine große Identifikation mit La Roja, überzeugte als eloquenter und engagierter Trainer. Bei der EM 2021 führte er den Weltmeister von 2010 bis ins Halbfinale, wo er im Elfmeterschießen an Italien scheiterte. Die WM verlief nun aber enttäuschend. Nur beim 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica konnten die Spanier überzeugen. Für den Fall, dass Luis Enrique nicht weitermacht, gilt Marcelino (García Toral) als Kandidat. Der 57-Jährige trainierte zuletzt den FC Sevilla, Villareal, Valencia und Athletic Bilbao.

Quelle: Agenturen / Redaktion