APA - Austria Presse Agentur

Leben in der NBA-"Bubble" laut Pöltl "relativ simpel"

20. Juli 2020 · Lesedauer 3 min

Jakob Pöltl und die San Antonio Spurs befinden sich aktuell wie 21 weitere Teams der National Basketball Association (NBA) in der abgeschotteten Welt des Walt Disney World Resorts in Orlando. Der Wiener hat sich inzwischen an das "relativ simple" Leben in der "Bubble" gewöhnt. "Ich verbringe die meiste Zeit im Training oder im Hotelzimmer", berichtete Pöltl in einer Aussendung am Montag.

"Es gibt trotzdem genug Gelegenheiten, um mich mit den Teamkollegen zu treffen, zum Beispiel zum Essen. Wir können Tischtennis spielen, hatten am Samstag sogar ein Turnier, es kommt also genug Abwechslung und Spaß rein. Ich habe mich gut eingelebt, der Fokus liegt aber natürlich ganz klar auf dem Training", betonte Österreichs NBA-Pionier, der wie alle anderen Spieler in der "Bubble" auch täglich auf das Coronavirus getestet wird.

Im laut Pöltl "recht intensiven, aber nicht übertriebenen" Training stehe derzeit nach der langen Zwangspause das "5 gegen 5" im Mittelpunkt, "nachdem wir so lange keine Match-Situationen trainieren konnten. Es fühlt sich immer noch ein bisschen komisch an, keine Frage. Der Einstieg ins Mannschaftstraining ist nicht leichtgefallen, war eher holprig, obwohl wir konditionell gut vorbereitet waren. Ich glaube nicht, dass wir schon zu hundert Prozent zurück sind", meinte der 24-jährige Center, der aber "zuversichtlich" ist, "dass wir zu alter Stärke zurückfinden".

Aufgrund der Ausfälle der "Big Men" LaMarcus Aldridge und Trey Lyles ist Pöltl nun noch mehr gefordert. "Ich rechne natürlich mit mehr Spielzeit als in der regulären Saison. Druck mache ich mir nur selbst, aber positiven Druck", sagte der 2,13 Meter große Hüne, für den es am Donnerstag (ab 21.00 Uhr MESZ) mit dem ersten von drei Testspielen losgeht.

Der Gegner ist dabei mit dem von "MVP" Giannis Antetokounmpo angeführten NBA-Spitzenreiter Milwaukee Bucks gleich ein echter Gradmesser, auch wenn dieses erste Match nach der langen Pause nur 40 statt 48 Minuten dauert, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Die anderen beiden Tests - am Samstag gegen die Brooklyn Nets und am Dienstag in einer Woche gegen die Indiana Pacers - gehen dann aber bereits wieder über die volle Distanz.

"Für alle Teams ist es wichtig, endlich wieder ein echtes Spiel mit normalen Rotationen zu haben", unterstrich Pöltl die Bedeutung dieser drei Partien in der Vorbereitung. "Es geht ums Reinkommen, um ein Herantasten und darum, sich in kurzer Zeit möglichst stark zu verbessern."

Trotz der Ausfälle von Aldridge und Lyles hoffen die Spurs, ihre seit 1998 währende Play-off-Rekordserie fortsetzen zu können. Aktuell steht der fünffache NBA-Champion (zuletzt 2014) aber nur auf Platz zwölf der Western Conference. Zum Restart-Auftakt treffen Pöltl und Co. in der Nacht auf den 1. August (ab 2.00 MESZ) auf die Sacramento Kings, die mit einem Sieg überholt werden könnten.

Quelle: Agenturen