APA - Austria Presse Agentur

Lamparter in Ruka als Vierter erneut im Spitzenfeld

29. Nov 2020 · Lesedauer 3 min

Zum Abschluss des Triples der Nordischen Kombinierer beim Weltcup in Ruka hat es für das österreichische Team am Sonntag knapp nicht für einen Podestplatz gereicht. Johannes Lamparter belegte am Sonntag nach einem Großschanzen-Sprung sowie einem 10-km-Langlaufrennen Rang vier, 11,8 Sekunden hinter dem norwegischen Sieger Jens Lurass Oftebro. Die Deutschen Fabian Rießle (+1,9 Sek.) und Manuel Faißt (+6,4) wurden Zweiter und Dritter. Jarl Magnus Riiber war nicht am Start.

Dem Norweger wurde seine Disqualifikation am Donnerstag im provisorischen Wertungsdurchgang zum Verhängnis. Dieser kam in die Wertung, da am Sonntag wegen Windes nicht gesprungen werden konnten. Lamparter ging hinter Faisst und Oftebro als Dritter in die Loipe und fand sich bald mit diesen beiden sowie mit Riessle in der Spitzengruppe wieder. Im Zielsprint hatte der erst 19-Jährige aber das Nachsehen, genauso wie schon am Freitag bei Platz zwei im Zielsprint gegen Riiber.

"Am Schluss ist es noch sehr, sehr schnell geworden", sagte Lamparter im ORF-Interview. "Ich habe noch einen blöden Fehler in der Abfahrt gemacht. Ich habe gemeint, das es neben der Spur schneller ist und so ein paar Meter verloren." Mit seinem Abschneiden am Wochenende sei er zufrieden. "Man sieht, dass es am ersten Tag keine Überraschung war, sondern, dass ich ganz konstant war über das ganze Wochenende. Das ist für mich selbst eine Bestätigung und gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Wettkämpfe."

Franz-Josef Rehrl belegte von Platz sechs aus Position elf (+1:06,0). "Ich habe mir schwerer getan als gestern. Trotzdem bin ich voll zufrieden, ich habe auf der Schanze viel weitergebracht. In der Loipe fühlt es sich gut an", ließ der Steirer wissen. Unmittelbar hinter ihm zeigte Thomas Jöbstl mit Rang zwölf auf (+1:19,8). Für Mario Seidl wurde es Rang 20. (+2:06,3), für Martin Fritz Rang 23 (+2:35,9). Philipp Orter beendete den Bewerb vorzeitig.

Nach Platz zwei und sechs in den ersten beiden Wettkämpfen beendete Lamparter die Ruka-Tour auf dem dritten Gesamtrang und darf sich damit über insgesamt 10.500 Schweizer Franken (rund 9.700 Euro) Preisgeld freuen. Den Sieg in der Gesamtwertung sicherte sich trotz der Disqualifikation für den Sonntag-Bewerb Jarl Magnus Riiber, Zweiter wurde Jens Luraas Oftebro.

"Das ganze Team hat sehr gut gearbeitet", meinte ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen. Besonders zufrieden war er mit Lamparter: "Schön, wenn die Erfolge so hereinprasseln. Dass er so einschlägt und konstant dreimal vorne ist, kann man nicht erwarten." Rehrl habe einen soliden Auftakt hingelegt. Seidl sei nach seinem Kreuzbandriss auf der Schanze wieder fast der Alte. Die ÖSV-Crew trainiert nun noch zwei Tage in Kuusamo, dann in Rovaniemi auf der Normalschanze, ehe es am Freitag zurück nach Österreich geht.

Quelle: Agenturen