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Kriechmayr gewinnt erstmals Kitzbühel-Abfahrt

20. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

ÖSV-Ass Vincent Kriechmayr gewinnt die erste Abfahrt auf der Streif mit einer "nicht fehlerfreien" Fahrt.

Der ÖSV-Star Vincent Kriechmayr ist König der Streif! 31-mal stand der 31-jährige Kriechmayr im Ski-Weltcup bereits am Podest, es war sein dritter Sieg in der laufenden Saison. 

Kriechmayr knapp vorm "absalutieren"

"Fehlerfrei war es nicht", meinte Kriechmayr im ORF-Interview und führte dann seinen Ritt in der Traverse an. "Da habe ich nicht ganz das Tempo für das Ziel mitgenommen. Der Rest war einfach am Limit. Oben in der Fläche habe ich es, glaube ich, nicht ganz optimal erwischt, ich weiß nicht warum. Aber in Summe voll am Limit, ich habe überall gekämpft." Zuletzt hatte er die Plätze 17, 13 und 13 in Kitz-Abfahrten in die Bücher gebracht und sich daher heuer nicht zum Favoritenkreis gezählt.

Überraschung auf Platz zwei und drei

Kriechmayrs Bestzeit von 1:56,16 Minuten war am Freitag nicht zu biegen. Auch wenn es ein sehr knappes Rennen war. Die Top 10 haben einen Abstand von nur 0,74 Sekunden. Im Verlauf des Rennens bessert sich die Sicht. Viele Läufer mit hohen Nummern nutzen die Top-Pistenbedingungen und sorgen für langanhaltende Spannung. So fuhr Florian Schieder aus Südtirol mit Startnummer 43 und nur 0,23 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Dritter wird der Schweizer Niels Hintermann.

Fast-Sturz von Kilde

Aleksander Kilde ist bei seinem Ritt auf der Rasierklinge in der Traverse das Herz in die Hose gerutscht. Der Norweger sticht mit Rücklage herein, geriet in Folge ganz weit nach unten. Gerade noch so bekommt er das Tor bei der Ausfahrt und verhindert nur mit Mühe einen kapitalen Sturz: "Das war eine Katastrophe, aber das ist Kitzbühel. Das war nicht lustig, zum Glück bin ich gut ins Ziel gekommen."

Die weiteren Österreicher

Nächstbester Österreicher war Otmar Striedinger (+0,88) auf Rang 14 (Stand nach 48 Startnummern). Das Rennen war nach einem Sturz von Henrik Röa länger unterbrochen. "Gut, aber nicht sehr gut", beschrieb der Kärntner seine Fahrt. "Das U-Hakerl habe ich nicht so richtig mitgenommen und bei Seidlalm und Oberhausberg ziemlichen Rückstand aufgerissen." 

Daniel Hemetsberger drückte es in der Querfahrt nach hinten, dabei verlor er die Ideallinie. "Da habe ich richtig Glück gehabt, dass ich jetzt da stehen kann. Und im Mittelteil habe ich einfach zu viel verloren", meinte der Oberösterreicher, der 1,65 Sekunden hinter seinem engeren Landsmann Kriechmayr zurücklag. "Das tut richtig weh. Die Sicht war richtig schlecht, aber das hindert mich normal nicht daran, dass ich aufs Gas steig'."

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo