Hemetsberger besteht letzten Stresstest vor Olympia-Abfahrt
Mit klaren Handicaps markierte Hemetsberger sogar die zweitschnellste Zeit (+1,68 Sek.) bei der - bedeutungslosen - Bestzeit des Kanadiers James "Jack" Crawford. "Ich habe mit meinem linken Auge nicht unbedingt viel gesehen und ich habe nicht gewusst, ob mein rechter Haxn hält. Er tut weh, das Sprunggelenk tut weh, das Knie tut auch ein bisserl weh", schilderte Hemetsberger. Sein Arzt habe ihm aber versichert, dass strukturell alles heil ist. "Sonst hätte ich es nicht gemacht."
Hemetsberger, der am Donnerstag bei hohem Tempo gestürzt und ohne Helm in die Fangnetze gekracht war, berichtete trotz seiner Blessuren von einem überraschend guten Gefühl nach dem Einfahren. "Ich habe mir keine Schmerztabletten reingehauen, damit ich einmal alles spüre", sagte Hemetsberger - laut seinem Teamkollegen Kriechmayr "ein Stier. Jeder weiß, dass der gut beieinander ist".
Neben Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni ließen auch die beiden Österreicher Stefan Babinsky und Raphael Haaser die dritte Übungsfahrt aus. Die Branchengrößen Kriechmayr (+5,37), Marco Odermatt (+4,19), Franjo von Allmen (+2,84) und Dominik Paris (+8,37) probten noch einzelne Passagen.
Zusammenfassung
- Nur 23 von 44 Skirennläufern nahmen am Freitag am dritten Training für die Olympia-Abfahrt in Bormio teil, darunter auch der am Vortag gestürzte Daniel Hemetsberger.
- Hemetsberger erzielte trotz Schmerzen und Sehproblemen am linken Auge die zweitschnellste Zeit mit +1,68 Sekunden Rückstand auf den Kanadier James 'Jack' Crawford.
- Mehrere Top-Fahrer wie Stefan Babinsky, Raphael Haaser und Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni verzichteten auf das dritte Training, während andere Favoriten nur einzelne Passagen probten.
