APA - Austria Presse Agentur

Klagenfurt legt im Aufstiegsrennen vor, Ried unter Zugzwang

15. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Austria Klagenfurt steht zwei Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Liga vor dem Sprung ins Oberhaus. Nach dem 3:1 in Horn im Nachtragsspiel beträgt der Vorsprung der Kärntner auf Verfolger Ried drei Zähler. Drei Runden sind noch zu spielen. Die Formkurve spricht für die Klagenfurter. Torjäger Oliver Markoutz und Co. haben seit der Corona-Pause sieben von acht Ligaspielen für sich entschieden.

Trainer Robert Micheu freute sich über einen "rundum gelungenen Auftritt" im Waldviertel. "Wir haben vorne zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen. Jetzt gilt es, gut zu regenerieren und frisch die nächste Aufgabe anzugehen." Spielgestalter Okan Aydin, Julian von Haacke per Freistoß kurz vor dem Halbzeitpfiff und Stürmer Markoutz trafen für die Austria. Für Markoutz, einst bei Red Bull Salzburg und Bayern München ausgebildet, war es sein neunter Treffer in den vergangenen acht Runden.

Am Samstag könnten die Violetten den nächsten Schritt machen. Im Wörthersee Stadion geht es gegen den FAC, die weiteren Gegner bis zu Saisonende am 31. Juli sind auswärts Amstetten und Wacker Innsbruck daheim. Ried muss auf einen Umfaller des Konkurrenten hoffen. Das Torverhältnis ist nach 27 Runden identisch (je plus 23), auch bei der Anzahl an geschossenen Toren sind die Aufstiegsaspiranten fast gleichauf.

Acht Punkte lagen die Rieder vor dem Re-Start der Liga vor den Klagenfurtern. Der vermeintlich beruhigende Polster schmolz allerdings dahin, nun sind die Innviertler gar auf fremde Hilfe angewiesen. "Wir müssen die letzten drei Spiele gewinnen. So werden wir es auch anlegen. Das Spiel gegen Innsbruck ist ein Startschuss", sagte Verteidiger Thomas Reifeltshammer. Der Abwehrchef fehlt aufgrund einer Nierenverletzung seit Mitte Juni. Der 32-Jährige hofft nun auf eine Rückkehr auf den Rasen noch in dieser Saison.

Ried könnte am Freitag mit einem Heimsieg gegen Wacker zumindest für einen Tag die Tabellenführung zurückerobern. Auf die Oberösterreicher warten danach noch ein Auswärtsspiel in Horn sowie ein weiteres Heimspiel gegen den FAC. Trainer Gerald Baumgartner ging zuletzt auch selbst über die Schmerzgrenze, um seinem Team zu helfen. Nach einem glimpflich verlaufenen, schweren Autounfall Ende Juni stand er einen Tag später schon wieder auf dem Trainingsplatz.

Quelle: Agenturen