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Klagenfurt erwartet strauchelnden LASK - Ried empfängt Rapid

14. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

Ein etwas ins Strudeln geratener LASK gastiert am Samstag zum Start der Rückrunde der Fußball-Bundesliga bei der Klagenfurter Austria, die nach drei Siegen in Folge mit breiter Brust auf die Linzer wartet. Ein wenig Selbstvertrauen tankte auch Schlusslicht SV Ried zuletzt beim 2:1-Sieg gegen den WAC. In der 12. Runde gastiert Derby-Verlierer Rapid Wien bei den Oberösterreichern. Die WSG Tirol empfängt Austria Lustenau. Anpfiff ist jeweils um 17.00 Uhr.

Auch in der zweiten Bundesliga-Saison machen Peter Pacults Klagenfurter eine sehr gute Figur. Mit dem vierten Sieg in Folge würde man den aktuell drittplatzierten LASK sogar überholen. "Wir sind sicher von Runde zu Runde stärker geworden", bringt Abwehrchef Thorsten Mahrer die aktuelle Stimmung zum Ausdruck. Ein Spielverlauf wie beim ersten Saisonduell, als Klagenfurt beim LASK mit 1:3 unterlag, sei aktuell eher nicht denkbar. Trainer Pacult hat zudem nun erweiterte Personalauswahl: Die Sommer-Zugänge Sebastian Soto (Stürmer, USA) und Bayern-München-Leihe Daniel Francis (Mittelfeld, NIG) haben ihre Rot-Weiß-Rot-Karten erhalten.

Der LASK steht nach fünf Spielen ohne Sieg schon leicht unter Druck. In der Vorwoche setzte es für den LASK eine 0:3-Watschen gegen Hartberg - und das vor eigenem Publikum, aber nicht unbedingt als schlechteres Team. Vor allem die Offensive ist zuletzt ins Stottern geraten, nur vier Treffer gelangen in den vergangenen fünf Runden. Gegen Hartberg wurden in der ersten Hälfte reihenweise Großchancen vernebelt. "Wir müssen den Ball wieder dort reinbringen, wo es am wichtigsten ist. An dem müssen wir arbeiten", benannte Kühbauer das Problem. Man dürfe aber nicht alles negativ sehen, betonte Kühbauer. 19 Punkte nach der Hinrunde des Grunddurchgangs hätte man vor Saisonbeginn "wahrscheinlich genommen".

Rapid Wien strebt in Ried eine zumindest teilweise Wiedergutmachung für die Derby-Niederlage an. Auf das Heim-1:2 am vergangenen Sonntag gegen die Austria soll ein Auswärtserfolg folgen, um wieder in die Top sechs vorzustoßen. "Eine Derby-Niederlage schmerzt spürbar länger", gestand Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer, auch "weil wir richtig gut drauf waren und die Kurve nach oben gepasst hat". Feldhofer muss noch um den Einsatz des an einer Sprunggelenkverletzung laborierenden Nicolas Kühn bangt. Ein namentlich nicht genannter Profi fällt krankheitsbedingt aus.

Die Rieder sind zwar Tabellenletzter, zeigten sich zuletzt aber deutlich verbessert, wie der 2:1-Sieg beim WAC bewies. Feldhofer nötigte der Rieder Auftritt im Lavanttal Respekt ab. "Da haben sie eine tadellose Leistung gezeigt, waren sehr aggressiv und haben ein gutes Statement gesetzt. Jetzt wollen sie sicher zu Hause nachlegen", vermutete der Steirer. "Wir wollen die Leistung vom WAC-Spiel bestätigen", sagte dann auch Ried-Coach Christian Heinle im Vorfeld. Rapid sei zwar von der Kader-Qualität deutlich über Ried zu stellen, "aber man hat gesehen, dass - wenn der Spielverlauf passt - wir jeden Gegner ärgern können.

WSG Tirol und Austria Lustenau befinden sich in der Fußball-Bundesliga im Sinkflug. Den zu stoppen gilt es für beide im direkten Duell im Tivoli Stadion Tirol. Der Aufsteiger aus Vorarlberg ist mittlerweile sechs Partien sieglos und ging zuletzt dreimal als Verlierer vom Platz, die einen Zähler und einen Platz dahinter auf Rang neun liegenden Tiroler haben die jüngsten beiden Partien verloren.

"Jetzt starten wir ein neues Kapitel mit der Rückrunde. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, gegen jeden Gegner eine bessere Figur und ein besseres Ergebnis zu liefern als in der Hinrunde", gab WSG-Trainer Thomas Silberberger die Marschroute vor. Mit Lustenau hat sein Team eine Rechnung offen, hatte es doch zum Saisonauftakt im Ländle eine 1:2-Niederlage gesetzt. Doch die Lustenauer sind unter Zugzwang. "Wir brauchen nicht herumreden. Nach den drei Niederlagen ist es so, dass wir wieder punkten müssen", betonte Trainer Markus Mader im Vorfeld. Man wolle in einem "ganz wichtigen Spiel" unbedingt zumindest ein Remis ergattern.

Quelle: Agenturen