APA - Austria Presse Agentur

Keine Ausstiegsklausel bei Salzburg-Trainer Marsch

16. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Trainer Jesse Marsch hat am Freitag bestätigt, in seinem bis Sommer 2022 datierten Vertrag bei Fußball-Meister Red Bull Salzburg über keine Ausstiegsklausel zu verfügen. Sollte der US-Amerikaner die "Bullen" vorzeitig verlassen, wäre also eine verhandelbare Ablöse fällig. Aktuell sei dies allerdings nicht sein Ziel, betonte Marsch, der zuletzt immer wieder mit Trainerposten in der deutschen Bundesliga in Verbindung gebracht wurde, zum wiederholten Mal.

Ein ehemaliger Salzburg-Coach hatte diese Woche von einer Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht. Durch seinen Wechsel im Sommer von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach wird Adi Hütter mit 7,5 Mio. Euro Ablöse zum teuersten Trainer der deutschen Bundesliga. "Es ist Wahnsinn, zu überlegen wie teuer Adi Hütter ist - aber er ist ein super Trainer", sagte Marsch. Die Entwicklung hin zu mehr Ausstiegsklauseln auch bei Trainern sei laut Marsch interessant. "Vielleicht ist das der Weg für die Zukunft - ich weiß es nicht."

Marsch betonte, dass sein Fokus auf dem Hier und Jetzt liege - auf den ausständigen acht Ligarunden und dem Cupfinale am 1. Mai gegen den LASK. "Ich habe letzte Woche gesagt, dass es nicht mein Ziel ist, hier wegzugehen", erklärte Marsch. Er bleibe bei diesem Kommentar. Verunsicherung innerhalb des "Bullen"-Teams befürchtet er ob der permanenten Spekulationen um seine Person nicht. "Wir haben viel gehört von draußen, aber innerhalb unsere Mannschaft und dem Verein ist es ganz ruhig."

Das gilt auch für Torhüter Cican Stankovic, der in seinem bis 2023 gültigen Vertrag laut eigenen Angaben ebenfalls über keine Ausstiegsklausel verfügt. "Für mich ist das mit Abstand der beste Verein in Österreich", sagte der 28-Jährige über seinen Arbeitgeber. "Von den Bedingungen her ist das einfach nur ein Paradies. Ich bin richtig froh, dass ich hier sein darf. Alles andere wird die Zukunft zeigen."

Im Ligaschlager am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den LASK kommt es zu einem Duell mit Nationaltorhüter Alexander Schlager - für Stankovic kein Spiel wie jedes andere, wurde er selbst für den Auftakt der WM-Qualifikation doch nicht einmal in den ÖFB-Kader berufen. Schlager dagegen erhielt von Teamchef Franco Foda in allen drei Partien gegen Schottland (2:2), Färöer (3:1) und Dänemark (0:4) das Vertrauen und scheint auch für die EM in der Pole Position.

Stankovic wollte über den Kampf ums Einserleiberl im ÖFB-Team nicht mehr viele Worte verlieren. "Natürlich wird da immer sehr viel hineininterpretiert von außen", meinte der Niederösterreicher. "Ich konzentriere mich zu 100 Prozent nur auf meinen Verein, auf meine Leistung im Verein. Ich will mit meinem Verein wieder das Double holen, nur das zählt für mich im Moment. Das Nationalteam ist ein ganz anderes Kapitel."

Auch auf Schlager soll das Duell mit Stankovic keinen besonderen Einfluss haben. "Er ist ein total fokussierter, zielorientierter Sportler", sagte LASK-Trainer Dominik Thalhammer über seinen Schlussmann. Dieser stand nach dem verpatzten Auftakt der WM-Quali ebenfalls in der Kritik, Thalhammer attestierte dem 25-Jährigen aber eine gute Saison. "Er ist ein Spieler, der sehr mutig agiert."

Beim ÖFB-Team wurde Schlager etwa gegen Dänemark ein weiter Ausflug angelastet, der zu einem Gegentreffer führte. Das Rausattackieren bezeichnete Thalhammer als DNA des LASK und auch von Schlager. "Es macht einen Spitzentormann aber auch aus, auch einmal mutig zu agieren in vielen Situationen." Schlager sei darauf bedacht, eine gute Balance zu finden und sich immer weiterzuentwickeln. "Von daher ist Alex auf einem super Weg."

Quelle: Agenturen