Gianluca VialliAPA/AFP/POOL/Laurence Griffiths

Italiens Fußball-Legende Gianluca Vialli tot

06. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der frühere Weltklasse-Stürmer Gianluca Vialli ist am Freitag in einer Klinik in London an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben.

Gianluca Vialli erklärte im November 2018 noch, dass er seinen jahrelangen Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs überstanden hätte. Im Dezember 2021 verkündete er, dass der Krebs zurückgekehrt sei und er seinen Posten als Delegationsleiter der Quadra Azzurra vorübergehend aufgeben müsse. Nun hat er den Kampf endgültig verloren und verstarb im Alter von 58 Jahren. 

Viele drückten ihre Trauer zum Tod des Stürmerstars aus. Der Fußballclub Chelsea twitterte zu Ehren von Vialli: "Du wirst von so vielen vermisst werden. Eine Legende für uns und den gesamten Fußball. Ruhe in Frieden, Gianluca Vialli".

Der Sky Sports-Moderator Simon Thomas hatte Vialli mehrfach als Gast im Studio und bezeichnet den ehemaligen Spitzensportler als "echten Gentleman" und seinen Tod als "wahren Verlust". 

Seine Familie schrieb in einer Erklärung: "Wir danken den vielen, die ihn über die Jahre mit ihrer Zuneigung unterstützt haben. Die Erinnerung an ihn und sein Beispiel wird für immer in unseren Herzen leben". 

Laufbahn von Vialli 

Seine Karriere begann Gianluca Vialli bei seinem Heimatverein Cremonese (1980–1984) und wechselte später in die Serie A. Dort spielte er für Sampdoria Genua (1984–1992). Er feierte Erfolge wie einen Meistertitel, dreimal Cupsieger und einen Sieg im Europacup der Cupsieger. Es folgte ein erneuter Vereinswechsel zu Juventus Turin (1992–1996), wo er ebenfalls mehrere Titel einsacken konnte (Meister, Cupsieger, UEFA-Cup-Sieger, Champions-League-Sieger). Er beendete seine aktive Laufbahn beim FC Chelsea (1996–1999) und wechselte später ins Management und auf die Trainerbank. Er trainierte unter anderem seinen alten Verein FC Chelsea (1999/2000) und den Watford FC (2000/2001). 

Vialli lief 59 Mal für die italienische Nationalmannschaft auf und nahm 1986 und 1990 an der Fußball-Weltmeisterschaften sowie der Fußball-Europameisterschaft 1988 teil. Seit 2015 ist er Teil der Hall of Fame des Italienischen Fußballs.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz