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In Fort Worth wird neue Masters-Siegerin gesucht

30. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Eines steht schon vor den am Montag beginnenden WTA Finals in Fort Worth (Texas) fest: Es wird eine neue Siegerin beim auch als Masters bekannten Saisonfinale der acht besten Tennis-Frauen geben. Gleich vier Debütantinnen sind dabei, auch keine der anderen vier Spielerinnen stand je in einem Endspiel. Topfavoritin ist die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek. Die Polin könnte ihre Mega-Saison mit acht Turniersiegen, darunter die French und die US Open, mit einem Triumph krönen.

Swiatek trifft in der Gruppe "Tracy Austin" in einer Wiederholung des Roland-Garros-Finales auf Coco Gauff (USA) sowie Caroline Garcia (FRA) und Daria Kasatkina (RUS). In Gruppe "Nancy Richey" trifft die als Nummer zwei gesetzte Ons Jabeur aus Tunesien auf die zweite Lokalmatadorin neben Gauff, Jesscia Pegula, Maria Sakkari (GRE) und Aryna Sabalenka (BLR). Die jeweils zwei Gruppenbesten treffen - wie bei den ATP Finals der Männer - in den Halbfinali (6.11.) aufeinander, das Endspiel wird am Tag darauf ausgetragen. Die beiden Gruppen sind übrigens nach jeweils zweifachen US-Major-Siegerinnen benannt.

Sakkari stand vergangenes Jahr in Guadalajara immerhin im Halbfinale, Swiatek und Sabalenka scheiterten mit nur einem Sieg in der Vorrunde. Auch Garcia erreichte bei ihrer einzigen Masters-Teilnahme das Semifinale, dieses liegt aber bereits fünf Jahre zurück. Alle anderen sind erstmals dabei.

Gauff und Pegula sind doppelt im Einsatz, denn das Duo hat sich auch unter die besten acht Frauen-Doppel des Jahres gespielt. Im Doppel ist übrigens auch die Lettin Jelena Ostapenko (mit der Ukrainerin Ljudmila Kitschenok) im Einsatz. Ostapenko führt die Lettinnen am 11./12.11. in Schwechat im Billie Jean King Cup gegen Österreich an.

Die WTA musste für ihr Parade-Produkt im dritten Jahr in Folge improvisieren. Der Wegfall des geplanten Austragungsorts Shenzhen wegen Corona und dem Streit mit China um den Verbleib der ehemaligen Spitzenspielerin Peng Shuai schmerzt auch die Spielerinnen gewaltig. Lag das Preisgeld 2019 noch bei 14 Millionen Dollar, ist es nun auf fünf Millionen Dollar zurückgegangen. 2020 war wegen der Pandemie kein Saisonfinale gespielt worden.

Indes hat sich Swiatek, die dieses Jahr u.a. auch einen Run von 37 Siegen en suite (mit vier WTA-1000-Triumphen) hingelegt hat, auch zu den Dopinganschuldigungen gegen Simona Halep geäußert. "Das war verwirrend für mich, weil ich solche News nicht erwartet hätte. Aus meiner Sicht ist Simona ein Mensch, der sich immer um Fairness bemüht hat und sie war tolles Beispiel für mich."

Der 31-jährigen Rumänin wurde bei den US Open in A-und B-Probe die verbotene Substanz Roxadustat nachgewiesen. Halep äußerte sich "geschockt", wisse nicht wie diese Substanz in ihren Körper gekommen sei. Es gehe ihr nun "um Ehre und die Liebe zum Tennissport, die ich in den vergangenen 25 Jahren entwickelt habe", hatte Halep in einem Statement geschrieben. Die Weltranglisten-Zehnte hat seit ihrer Erstrunden-Niederlage bei besagten US Open nicht mehr gespielt.

Quelle: Agenturen