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ICE: Fehervar folgt Salzburg ins Finale

01. Apr. 2022 · Lesedauer 3 min

Hydro Fehervar fordert den EC Red Bull Salzburg im diesjährigen Finale der ICE Hockey League! Die Ungarn setzen sich in Spiel 5 gegen den Villacher SV mit 4:1 durch und entscheiden die "best-of-seven"-Serie ebenfalls mit 4:1 für sich.

In Spiel 5 sorgen die Tore von Milan Horvath (24.), Balint Magosi (35.) und Csanad Erdely (48., 60., EN) für die Entscheidung. Der Treffer von Lanzinger (40.) ist für den VSV schließlich zu wenig. Für die Ungarn ist es das erste Finale in der Liga-Geschichte. Die "Adler" müssen weiterhin auf ihr erstes Endspiel seit 2007 warten. 

VSV lässt viele Powerplays liegen 

Dabei startet Villach zunächst druckvoll in die Partie. Die Gäste aus Ungarn machen sich zu Beginn das Leben selbst schwer. Nach frühen Strafen gegen Brady Shaw (1., Behinderung) und Tim Campbell (3., Spielverzögerung) sieht man sich kurzfristig mit einer doppelten Unterzahl konfrontiert. Die "Adler" erarbeiten sich Chancen, lassen die Möglichkeit auf die frühe Führung jedoch aus. Rick Schofield trifft nur die Stange (4.).

In der Folge ist Fehervar die Mannschaft, die den Ton angibt. Nach Strafe gegen John Hughes (8., Stockschlag) bewahrt VSV-Goalie Tomi Karhunen seine Mannschaft mit einem "big save" vor dem Rückstand.

Tomi Karhunen (VSV) mit einem "big save"

Kurz vor der ersten Drittelpause schwächt Josh Atkinson seine "Teufel" erheblich. Nachdem der Verteidiger Villachs Kevin Moderer mit den Fäusten attackiert, bekommt er eine Fünf-Minuten- plus Spieldauerstrafe aufgebrummt. Fehervar übersteht die ersten zweieinhalb Minuten in Unterzahl und rettet sich in die Drittelpause.

VSV-Goalie Karhunen patzt 

Zu Beginn des Mitteldrittels überstehen die Gäste auch die zweite Hälfte der fünfminütigen Unterzahl unbeschadet und erweisen sich offensiv als eiskalt. Nach Vorarbeit von Balin Magosi trifft Milan Horvath mit einem Weitschuss zum 0:1 (24.). Goalie Karhunen sieht nicht gut aus.  

Milan Horvath (AVS) trifft zum 0:1

Und es kommt noch dicker für die Villacher: Magosi erhöht – ebenfalls per Weitschuss – auf 0:2 (35.). Wieder sieht Karhunen nicht unbedingt gut aus. Die "Adler" bekommen danach eine weitere vierminütige Überzahl. Alexander Petan muss nach einem harten Check gegen Jamie Fraser auf die Strafbank. Zunächst verhindert Gleason Fournier mit einer spektakulären Rettungstat vor dem verwaisten Tor noch den Anschlusstreffer, doch wenig später ist Benjamin Lanzinger zur Stelle. Der VSV-Jungstar nimmt die Scheibe aus kurzer Distanz volley aus der Luft und verkürzt auf 1:2 (40.).

Fournier mit einer überragenden Rettungsaktion

Im Schlussdrittel stemmen sich die Hausherren gegen das drohende Halbfinal-Aus, doch Fehervar agiert clever und kann die Führung wieder ausbauen: Nach Vorarbeit von Alex Petan trifft Csanad Erdely aus kurzer Distanz zur Vorentscheidung (48.). VSV-Coach Rob Daum nimmt Goalie Karhunen drei Minuten vor Schluss vom Eis, doch der Anschlusstreffer will nicht mehr gelingen. Eine Minute vor Schluss gibt es noch eine Schrecksekunde, als AVS-Verteidiger Tim Campbell von Rettungssanitätern vom Eis befördert werden muss. Wenige Sekunden später mach Erdely mit dem Empty Net Goal zum 1:4 alles klar (60.). 

Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte 

Hydro Fehervar, das seit 2007 an der österreichischen Eishockeyliga teilnimmt und vor dieser Saison noch nie eine Playoff-Serie gewonnen hat, steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Finale der ICE Hockey League. Nach dem 4:1 in der Halbfinal-Serie gegen Villach wartet im Finale nun der große Titelfavorit, Red Bull Salzburg. Die Bullen haben sich bereits am Mittwoch - mit einem "Sweep" gegen die Vienna Capitals - für das Endspiel qualifiziert. Das erste Finalspiel steigt am Dienstag, den 5.April (live auf PULS 24) 

Die Stimmen zum Spiel 

Csanad Erdely (AVS)

Jamie Fraser (VSV)

Maximilian PatakQuelle: Redaktion