ICE Highlights: Innsbruck feiert wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs

20. Feb. 2022 · Lesedauer 6 min

Die Haie besiegen daheim die Graz99ers mit 2:1. Messner (10., PP) und Bär (20.) treffen bereits im ersten Drittel. Zalewski (26., PP) kann für Graz nur mehr verkürzen. Der KAC hingegen muss nach einem 2:3 in Bozen um die Teilnahme an der Pre-Season zittern.

Graz kommt durch ein Breakaway von Verteidiger Ben Blood zur ersten guten Chance, (6.) der Fürungstreffer gelingt aber den Innsbruckern: Die Haie verwerten das erste Powerplay zum 1:0 (9.) durch Messner, der nach einem Querpass an der zweiten Stange unbedrängt einschießen kann. Nur eine Sekunde vor der Pausensirene erhöhen die Haie durch Bär auf 2:0. Sein Fernschuss flattert unangenehm und 99ers-Goalie Engstrand greift daneben.

Im Mitteldurchgang entwickelt Innsbruck viel Offensivdrang, scheitert aber immer wieder an Engstrand. Weder Magwood (22.) noch Leavens (24.) können die Scheibe im Tor unterbringen. Im Powerplay fällt dann der Anschlusstreffer der Grazer: Zalewski schließt den Überzahl-Spielzug in Minute 27 zum 2:1 ab. Bis zum Ende des Mitteldurchgangs spielt sich 99ers-Torhüter Engstrand in den Fokus. Weder Magwood (28.) noch Leavens (33.) oder McGauley (36.) können den Schweden bezwingen. In Minute 39 vereitelt Engstrand zudem die beste Chance des Spieldrittels, als er gegen den alleine durchgebrochenen Huntebrinker pariert. Trotz der vieln Chancen der Innsbrucker geht es daher mit 2:1 in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel dreht sich die Situation. Die 99ers entwickeln immer mehr Offensivdrang, scheitern durch Ackered (48.) und Boivin (56.) an Haie-Goalie McCollum. Knapp 3 Minuten vor Schluss bricht Altmann durch und taucht alleine vor McCollum auf, wird aber von Messner mit dem Stock zurückgehalten. Im folgenden Powerplay setzen die Grazer alles daran, den Ausgleich zu erzielen, bleiben aber letzlich erfolglos. Auch die Innsbrucker treffen nur die Stange des leeren Tores, sodass bis zum Schluss spannend bleibt. Die Gastgeber haben am Schluss das bessere Ende für sich und halten ihre Chance auf das Pre-Playoff am Leben.

Die Graz 99ers sind trotz der Niederlage weiter Zehnte, halten aber nur noch bei 1,447 Punkten pro Spiel. Die Elftplatzierten Innsbrucker kommen den Grazern mit 1,413 Punkten pro Spiel ein Stück näher.

KAC zittert um Playoffs 

Die direkte Playoff-Teilnahme rückt für den KAC in immer weitere Ferne! Am 49. Spieltag der bet-at-home ICE Hockey League setzt es beim HC Bozen eine 2:3-Niederlage.

Die "Rotjacken" verschlafen die Anfangsphase völlig, mit der ersten Torchance trifft Insam (3.) zur Bozner Führung. Diese baut Alberga (7.) wenig später auf 2:0 aus, er nutzt in Unterzahl einen katastrophalen Fehler im KAC-Aufbauspiel.

Mit Fortdauer kommt der amtierende Meister besser ins Spiel, bleibt offensiv aber über weite Strecken zahnlos. Die Südtiroler schnuppern hingegen am 3:0, Insam (39.) trifft im Powerplay mit seinem Onetimer jedoch nur die Latte.

Hochegger (43.) beendet die lange Tor-Durststrecke im dritten Abschnitt beinahe, schießt freistehend aus dem Slot nur über das Tor. Somit dauert es ingesamt 204 Minuten und 36 Sekunden, ehe die Matikainen-Truppe erstmals wieder jubeln darf. Im Powerplay pariert Boyle noch gegen Ticar, beim Rebound von Fraser (52./PP) ist der Bozen-Goalie aber machtlos.

Damit stellt der Rekordmeister einen historischen Negativrekord auf: Es war die längste Phase ohne erzielten Treffer in Ligaspielen seit der Bundesligagründung im Jahr 1965. Der alte Negativ-Bestwert stammte aus Oktober 2013, als 187:36 Minuten kein Tor erzielt werden konnte.

Plötzlich läuft das Werkl wieder, Unterweger (55.) stellt nur drei Minuten später den Ausgleich her. Dass die Klagenfurter dennoch mit leeren Händen nach Kärnten zurückkehren, ist Miceli (59.) zu verschulden, der 1:31 Minuten vor Spielende das 3:2 für Bozen erzielt.

Mit der vierten Niederlage in Folge rutscht der KAC mit einem Schnitt von 1,542 Punkten auf die achte Position ab und muss in seinen zwei verbleibenden Spielen gegen Znojmo und Graz unbedingt punkten, um eine Chance auf das direkte Playoff-Ticket zu haben. Bozen (1,568 Punkte) lässt den KAC hingegen vorerst hinter sich, nimmt nun Platz sechs ein.

Fehervar streicht Salzburg von der Liste

Im vierten und letzten Aufeinandertreffen des Grunddurchgangs setzt sich Fehervar AV19 mit 3:2 gegen den EC Red Bull Salzburg durch. Damit haben die Ungarn gegen jedes Team der Liga zumindest einmal gewonnen.

In einem attraktiven Spiel kommt Fehervar besser rein, Raffl sorgt im Breakaway (16.) jedoch für den Führungstreffer. Der Kapitän nagelt den Puck unter die Latte. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten, nach Strafen auf beiden Seiten zündet Campbell (19.) von der Blauen Linie eine Rakete - 1:1!

Die "Bullen" reißen die Führung nach Wiederbeginn erneut an sich, Nissner (22.) trifft zum 2:1. Es dauert jedoch nur drei Minuten, ehe Shaw (25./PP) in Überzahl neuerlich den Ausgleich besorgt.

Beim 2:2 bleibt es auch bis zur 58. Minute, dann wird Salzburg eine Strafe gegen Predan zum Verhängnis. Kuralt (58./PP) fälscht einen Blueliner von Campbell in die Maschen ab und sorgt für den Sieg.

An den Positionen ändert sich nichts: Red Bull Salzburg führt die Tabelle mit 1,957 Punkten pro Spiel weiter klar an, Fehervar belegt mit 1,733 Punkten pro Partie Rang drei.

Ljubljana läuft gegen Znojmo in Debakel

Die Orli Znojmo gewinnen am 49. Spieltag der bet-at-home ICE Hockey League deutlich mit 7:0 gegen Olimpija Ljubljana.

Schon im 1. Drittel spielen die Gäste aus Znojmo Ljubljana gnadenlos an die Wand. Köver trägt sich in Minute 9 als erster in die Torschützenliste ein, ihm folgen schnell Immo (12.), Ahl (14.) und Sedlak (15.) Ljubljana ist offensiv ungefährlich, die Defensive und Goalie Us wirken unsicher. Das erste Drittel endet mit 0:4.

Im Mitteldurchgang scheint sich Ljubljana etwas zu stabilisieren und kommt durch Murphy (23.) zu einer guten Chance. Nach dem 0:5 durch Prokes (30.) ist der kurze Zwischensprint der Gastgeber aber wieder beendet. Culkin erhöht nach gutem Passpiel der Gäste noch auf 0:6 (38.), dann geht es in die zweite Drittelpause. Symptomatisch für Ljubljana an diesem Abend: In der letzten Minute des 2. Drittels schafft Olimpija-Stürmer Pance ein Breakaway, trifft bei seinem Schuss aber den Puck nicht richtig und muss zusehen, wie die Scheibe harmlos am Tor der Tschechen vorbei kullert. Ljubljana hat inzwischen den Torhüter ausgetauscht, Holsa steht statt Us im Gehäuse der Gastgeber.

Das letzte Drittel bringt zwei weitere Tore für Znojmo. Erst trifft Luciani aus dem Slot (44.), dann erhöht Kvasnica noch auf 0:8 (52.). Die letzten 8 Spielminuten gehen ereignislos vorbei, dann erlöst die Schlusssirene die geschlagene Mannschaft der Gastgeber.

Ljubljana hält nach dieser Niederlage bei 1,524 Punkten pro Spiel und steht auf Rang 9. Znojmo liegt mit 1,543 Punkten pro Spiel auf Rang sieben und damit in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen.

Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst auf laola1.at erschienen

Quelle: Redaktion / Laola1.at