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Historische Leistung von ÖSV-Biathletinnen in Antholz

22. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die ÖSV-Biathletinnen haben zum Abschluss der Weltcup-Bewerbe in Altholz mit Rang fünf für das historisch beste rot-weiß-rote Ergebnis einer Frauenstaffel gesorgt. In Abwesenheit von Massenstart-Weltmeisterin Lisa Hauser, die mit Blick auf die WM auf den Teambewerb verzichtete, zeigten Dunja Zdouc, Anna Gandler, Anna Juppe und Julia Schwaiger am Sonntag eine starke Leistung und kämpften lange um einen Stockerlplatz. Der Sieg über die 4 x 6 km ging überlegen an Frankreich.

Die Französinnen, angeführt von der Gesamtweltcup-Führenden Julia Simon, gewannen im letzten Rennen vor der WM in Oberhof (8. bis 19. Februar) mit 45,2 Sekunden Vorsprung auf Schweden, Rang drei ging an Deutschland (+1:16,9 Min.). Dahinter zeigte das österreichische Quartett ohne Frontfrau Hauser eine überraschend starke Leistung. Nur drei Nachlader am Schießstand - nur die Siegerinnen schossen besser - und eine ordentliche Laufleistung in der Loipe brachten das historische Ergebnis im vierten Staffelbewerb der Saison.

Zdouc und Gandler blieben fehlerfrei, Letztere übergab als Vierte an Juppe, die den Platz trotz zweier Nachlader halten konnte. Ersatzläuferin Schwaiger wurde nur mehr von Italiens Schlussläuferin Lisa Vittozzi überholt. Im Ziel hatten die Vier 1:56,1 Min. Rückstand auf Frankreich. "Ich habe heute Frieden geschlossen mit Antholz. Es war wirklich ein hartes Rennen", erklärte Gandler. "Ich hätte mir ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich heute zweimal die Null schieße. Ich bin so froh und megahappy." Juppe sprach von ihrem "besten Wettkampf an diesem Wochenende" und einem "Traum". Und Zdouc fügte hinzu: "So macht Biathlon Spaß."

Österreichs Biathlon-Männer kamen in der Besetzung David Komatz, Simon Eder, Dominic Unterweger und Patrick Jakob als Elfte ins Ziel. Dort hatten sie knapp fünf Minuten Rückstand auf die siegreichen Norweger, die ungefährdet ihren vierten Erfolg im vierten Teambewerb der Saison feierten. Die Plätze zwei und drei gingen an Frankreich (+59,0 Sek.) und Deutschland (+2:17,5 Min.).

Der Biathlon-Weltcup pausiert nun wegen der WM bis Anfang März, wenn es in Nove Mesto in Tschechien weitergeht. Das Gros des heimischen Biathlon-Teams bereitet sich auf die Weltmeisterschaft in den kommenden Tagen in Obertilliach und Hochfilzen vor. Felix Leitner und Harald Lemmerer wollen derweil bei der EM in Lenzerheide Rennpraxis sammeln.

Quelle: Agenturen