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Hirner am zweiten Lillehammer-Tag Dritte

03. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Lisa Hirner hat im zweiten Saison-Weltcup der Kombiniererinnen am Samstag in Lillehammer nach Rang vier am Vortag den Sprung aufs Podest geschafft. Die Steirerin musste sich nach Sprungrang drei nur den Norwegerinnen Gyda Westvold Hansen und Ida Marie Hagen beugen. Die Gewinnerin, die Lillehammer als Doppelsiegerin verlässt, verwies ihre Landsfrau nach 14:14,6 Minuten auf der 5-km-Loipe gleich um 1:21,6 Minuten auf Platz zwei, Hirner kam 0,9 Sekunden später ins Ziel.

Bei den Männern war der Sprungdritte Mario Seidl auch lange Zeit auf Podestkurs, brach aber im Finish ein. Bis Kilometer 8,4 schien der Salzburger noch auf Platz drei auf, doch dann wurde er noch bis auf Platz 13 durchgereicht. So wurde Stefan Rettenegger als Elfter (+47,9 Sek.) bester ÖSV-Mann.

Der Sieg bei den Männern ging an den Norweger Jens Luraas Oftebro nach 24:04,7 Minuten vor seinem Landsmann Jarl Magnus Riiber (+9,5) und dem Deutschen Vinzenz Geiger (+39,2). Mit Franz-Josef Rehrl als 15. unmittelbar vor Martin Fritz sowie Johannes Lamparter (21.) kamen drei weitere ÖSV-Athleten in die Punkteränge.

Für Hirner wiederholte sich damit Lillehammer 2021 mit dem exakt gleichen Ergebnis. Auch vor einem Jahr war sie zunächst Vierte, dann Dritte geworden.

"Auf der Schanze war es echt super, ich war happy nach meinem Sprung. Ich habe auf der Loipe alles gegeben, es war brutal hart. Ich habe das Gefühl gehabt, ich komme den letzten Hügel da nicht mehr rauf", schnaufte Hirner am Ende durch. Sie wisse, sie habe auf der Schanze bei der Landung und auch auf der Loipe noch Luft nach oben, und sei dennoch schon so gut dabei. "Da kann ich mit einem guten Gefühl weiterarbeiten."

Die Tirolerin Annalena Slamik wurde 14. (+3:09,73), die Salzburgerin Claudia Purker 19. (+3:43,0). "Mit Platz vier und drei dürfen wir sehr zufrieden sein. Das gibt uns viel Kraft für die nächsten Aufgaben", konstatierte ÖSV-Cheftrainer Bernhard Aicher.

Nicht ganz so happy bilanzierten freilich die ÖSV-Männer: "Ich muss sagen, die Ausgangsposition war sehr gut und ich habe mir einiges ausgerechnet. Es hat lange Zeit auch gut ausgeschaut, aber es ist auf der kleinen Schanzen die eine oder andere Sekunde zu wenig, die man aufholen kann", sagte Seidl. Dennoch sei er auf der Loipe wieder einen Schritt weitergekommen. "Mit einem richtig guten Sprung morgen ist wieder einiges möglich", freut sich Seidl auf die Großschanze. "Das ist mein Metier."

Quelle: Agenturen