APA/HERBERT NEUBAUER

Heiße Bundesliga-Duelle um Meistergruppen-Plätze

18. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Der Grunddurchgang der Bundesliga geht am Samstag in die heiße Phase. Im Siebenkampf um drei Plätze in der Meistergruppe empfängt am Samstag in der 20. von 22 Runden der aktuelle Tabellensechste Austria Wien den Achten Hartberg zum vermeintlichen K.o.-Duell. Ähnliches gilt für das Heimspiel der SV Ried (7.) gegen die WSG Tirol (10.). Für den LASK (9.) zählt bei Nachzügler Admira (11.) nur ein Sieg, will man noch unter die Top sechs. Alle drei Spiele beginnen um 17.00 Uhr.

Die Austria und Hartberg befinden bei drei ausstehenden Runden bis zur Punkteteilung mitten drin im Siebenkampf um die Meistergruppen-Plätze. Vor allem für Hartberg steht bei der zwei Zähler davor liegenden Austria viel auf dem Spiel. Selbst ein Remis könnte für die Blauweißen zu wenig sein. "Wir fahren nach Wien und wollen einen Sieg einfahren. Es wird schwer, aber es geht um den sechsten Platz", meinte deshalb TSV-Trainer Kurt Russ. Gegen die Austria haben die Oststeirer zuletzt dreimal in Folge verloren.

Nach der Überraschung gegen Rapid im Cup musste sich Hartberg in der Vorwoche mit einem 1:1 gegen die Admira begnügen, in der Tabelle bedeutet dies derzeit Rang acht. Die Austria fuhr zum Frühjahresstart das erhoffte Resultat bei Schlusslicht Altach (2:0) ein. Die Favoritner liegen am umkämpften sechsten Platz und dürfen nach Lockerung der Corona-Maßnahmen auch auf die Zuschauer bauen. Manfred Schmid ortete eine gewisse Euphorie. "Man spürt die Zuversicht und das Selbstbewusstsein im Training", sagte der Austria-Coach.

Im Duell zwischen der SV Ried und der WSG Tirol erfolgt wohl für beide Clubs eine Weichenstellung. Die Innviertler hätten mit einem Heimsieg sehr gute Aussichten, den Grunddurchgang unter den Top sechs abzuschließen. Umgekehrt würde für die WSG eine Niederlage ziemlich sicher das Ende aller realistischen Hoffnungen auf den Sprung in die Oberhaus-Elite bedeuten. Drei Runden vor der Teilung liegt Ried punktegleich mit dem Sechsten Austria und dem Fünften Rapid an der siebenten Stelle. Die Wattener haben als Zehnter vier Zähler weniger auf dem Konto.

Um es wie im Vorjahr über den Strich zu schaffen, sind für die Tiroler drei Punkte gleichsam Pflicht, wie auch Trainer Thomas Silberberger bestätigte. "Nur mit einem Sieg geht die Tür nach oben auf", erklärte der Coach, der ein Spiel auf Augenhöhe erwartet und den Gegner als "extrem heimstark" lobte. Ried-Betreuer Robert Ibertsberger gab die Komplimente umgehend zurück. "Wir müssen sehr diszipliniert arbeiten und dürfen ihnen keine Umschaltmöglichkeiten geben. Das ist ihre Stärke."

Der LASK ist bei der Admira zu Gast. Die Niederösterreicher sind Lieblingsgegner der Linzer, die jüngsten neun Ligapartien zeitigten ausschließlich Siege für die Linzer. Eine Fortsetzung dieser Serie ist im Kampf um die Meistergruppe dringend nötig, bei noch drei ausstehenden Spielen im Grunddurchgang fehlen dem LASK drei Zähler auf Rang sechs. Und den in den letzten zwei Spielen warten mit Salzburg und Wolfsberg zwei andere Kaliber auf die Oberösterreicher, die allerdings auf ihren gesperrten Kapitän Peter Michorl verzichten müssen.

Die Admira, die nur mehr theoretische Chancen auf die Meistergruppe hat und in der Tabelle vier Punkte weniger als der LASK aufweist, will den ersten vollen Liga-Erfolg seit dem 2. Oktober (2:0-Heimsieg gegen Altach) einfahren. "Wir wollen daheim endlich wieder anschreiben. Wir müssen in der Defensive kompakt bleiben und dürfen dem Gegner keine Räume geben", erklärte Trainer Andreas Herzog im Vorfeld.

Quelle: Agenturen