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Heimsieg für Rapid gegen Vitesse Arnheim

17. Feb. 2022 · Lesedauer 4 min

Rapid hat sich im Kampf um den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-Europa-Conference-League eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Die Wiener feierten am Donnerstagabend im Sechzehntelfinal-Hinspiel im Allianz Stadion gegen Vitesse Arnheim einen schmeichelhaften 2:1-(2:0)-Erfolg und würden damit am 24. Februar (21.00 Uhr) schon bei einem Remis in den Niederlanden das Ticket für die nächste Runde buchen. Dort fix vertreten ist der LASK nach dem Gruppensieg im Herbst.

Der Anfang Februar aus der Ehrendivision von AZ Alkmaar gekommene Ferdy Druijf kam ausgerechnet im Duell mit seinen Landsleuten zu seinem Startelfdebüt und krönte dieses mit seinem Tor schon nach 33 Sekunden. Marco Grüll (16.) legte vor 10.700 Zuschauern schnell nach. Nach dem Ausschluss von Filip Stojkovic (65.) drohte die Partie völlig zu kippen, Vitesse gelang durch Lois Openda (74.) aber nur der Anschlusstreffer. ÖFB-Stürmer Adrian Grbic blieb auch in seinem siebenten Pflichtspiel für seinen neuen Club ohne Treffer.

Drei Änderungen

Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer nahm im Vergleich zum Liga-1:2 gegen Salzburg drei Änderungen vor. Für den verletzten Thorsten Schick rückte der wiedergenesene Robert Ljubicic ins Team, Emanuel Aiwu rückte dafür vom zentralen Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung, Stojkovic nach außen auf die rechte Abwehrseite. In der Offensive kam der vorerst nur ausgeliehene Druijf zu seinem Startelfdebüt, zudem agierte Yusuf Demir erstmals seit seiner Rückkehr vom FC Barcelona von Beginn an. Und das in einer offensiver als zuletzt ausgerichteten 4-2-3-1-Formation.

Starker Start

Der Start hätte besser nicht verlaufen können. Die Rapidler starteten nach einem Vitesse-Angriff einen Konter über Grüll, der den mitgelaufenen Ljubicic bediente und dessen Maßflanke beförderte Druijf aus drei Metern per Kopf ins Tor. Die aufgrund der jüngsten Niederlagenserie ohnehin schon verunsicherten Gäste bekamen dadurch gleich den nächsten Dämpfer und präsentierten sich in der Defensive anfällig und fehlerhaft.

Die Wiener kamen in der Anfangsphase zu Chance um Chance. Grüll schoss hauchdünn vorbei (4.), Druijf setzte den Ball, den Koya Kitagawa nach einem Tormannfehler erkämpft hatte, über das leere Tor (10.). Der zweite Treffer ließ aber nicht lange über sich warten und fiel durch den immer wieder brandgefährlichen Grüll. Der 23-Jährige drang in den Strafraum ein und vollendete ins kurze Eck. Beinahe wäre ihm bei zum Teil starkem Regen ein Doppelpack gelungen, ein Niederländer konnte ihn aber gerade noch abdrängen (20.). Grüll war es auch, der in der 38. Minute mit einem weiteren Abschluss nur knapp das Tor verfehlte.

Die Niederlänger in der zweiten Hälfte

Von den Niederländern war im Spiel nach vorne gar nichts zu sehen, was sich nach Wiederbeginn änderte. Paul Gartler parierte zwar einen Schuss von Maximilian Wittek, war gegen den Nachschuss von Grbic aber machtlos (48.). Der Treffer zählte wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Rapid spielte da sehr in die Karten, dass es in dieser Bewerbsphase noch keinen Video-Schiedsrichter (VAR) gibt. Rapids Goalie war gleich darauf auch bei einem Domgjoni-Schuss sehr gefordert (49.).

Auf der anderen Seite verhinderte die Latte bei einem Druijf-Schuss einen Doppelpack des Niederländers (52.). Rapid hatte die Partie aber nicht mehr so unter Kontrolle wie in Hälfte eins, die Truppe von Coach Thomas Letsch gestaltete das Geschehen viel offener. Und nach der Gelb-Roten Karte für Stojkovic wegen wiederholten Foulspiels drückten die Gäste vehement. Gartler konnte einen Schuss des zuvor eingewechselten Ex-WSG-Tirol-Stürmer Nikolai Baden Frederiksen via Stange klären (66.). Ein nach dem Corner folgender Rasmussen-Kopfball wurde gerade noch geblockt. Auch Baden Frederiksen hatte bei einem Kopfball kein Glück (71.).

Selbstvertrauen

Dafür passte der Abschluss von Openda, der viel zu wenig attackiert wurde und aus fast 20 Metern ins kurze Eck traf. Einen Doppelschlag verhinderte Gartler (80.), auch ein Wittek-Schuss sorgte noch für viel Gefahr (93.). Damit gewann Rapid im dritten Pflichtspiel 2022 erstmals und tankte auch Selbstvertrauen für das Ligaduell bei Sturm Graz am Sonntag. Die Niederländer verloren das fünfte Pflichtspiel in Folge.

Quelle: Agenturen