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Fußball-WM: Brisantes "Battle of Britain" zwischen England und Wales

28. Nov. 2022 · Lesedauer 3 min

England kann, Wales muss: Das sportlich hochbrisante "Battle of Britain" wird bei der Fußball-WM in Katar zu einer komplizierten Rechnerei - und für den in die Jahre gekommenen Gareth Bale womöglich zum letzten großen Endspiel auf der Weltbühne.

Endet in Al-Rayyan am Dienstag (20.00 Uhr) eine große Ära um Bale und Spielmacher Aaron Ramsey? Oder schafft der Österreich-Bezwinger in der WM-Quali mit einem Sieg das fast noch Unmögliche?

Erinnerung an EM 2016

An den großen und deutlich erfolgreicheren Nachbarn England hat der walisische Star vor dem insgesamt 104. Duell der beiden Nationen gute und schlechte Erinnerungen: Zwar schoss Bale beim EM-Spiel vor sechs Jahren ein sehenswertes Freistoß-Tor - doch verlor der spätere Halbfinalist am Ende durch einen Last-Minute-Gegentreffer mit 1:2.  Der Ausgang im Duell zwischen Mitfavorit England und den bisher eher enttäuschenden Walisern könnte aber wieder so aussehen wie vor sechs Jahren in Lens.

Bale: "Es wird schwierig"

"Wir müssen uns sofort wieder aufrappeln. Es wird schwierig, aber wir müssen einfach versuchen, England zu schlagen. So einfach ist es", sagte Bale. Der 33-Jährige ist beim US-Meister Los Angeles FC weitgehend untergetaucht und bespielt mit höchstem Ehrgeiz seit längerer Zeit nur noch die Plattform Nationalteam.

England mit einem Bein im Achtelfinale

Für England sind die Rechenspiele einfach: Ein Sieg - und man gewinnt die Gruppe. Ein Remis - und man ist sicher weiter. Genauso wie bei einer Niederlage mit bis zu drei Toren Differenz. "Unser Ziel ist es, die Qualifikation zu schaffen, dafür haben wir drei Spiele. Du musst ruhig bleiben in diesen Momenten", sagte Southgate, als er nach der Nullnummer gegen die USA kritisiert und die Profis um Kapitän Harry Kane ausgepfiffen wurden. Sein Team hat vier Punkte auf dem Konto und mit dem 6:2 gegen Iran zumindest einen Gala-Auftritt hingelegt.

"Harte Prüfung" für Wales

Für Wales wird es deutlich komplizierter: Entweder man gewinnt mit mindestens vier Toren - oder man muss hoffen, dass Iran und USA die Punkte teilen. Selbst dann braucht es aber einen eigenen Sieg, es wäre der erste gegen England nach sechs Niederlagen hintereinander und seit 1984. Für die Waliser geht es bei der zweiten WM-Teilnahme nach 1958 um alles. "Wir wollen das Turnier mit einer guten Performance beschließen - und zwar mit einem Sieg. Aber England ist eine harte Prüfung", sagte Trainer Rob Page. Die schwache und träge Performance gegen den Iran enttäuschte den 48-Jährigen schwer, die Niederlage gegen den Außenseiter war "hochverdient".

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo