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Frust statt Fest in Dortmund nach 1:4 gegen Leipzig

03. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Freude über die Rückkehr ins erstmals seit über zwei Jahren ausverkaufte Dortmunder Stadion ist den Fans beim 1:4 ihres Teams in der deutschen Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig gründlich vergangen. Was nach dem Wegfall vieler Corona-Auflagen als Fußballfest geplant war, ging mit Pfiffen von den Rängen zu Ende. Der effiziente Gast aus Sachsen verdarb dem indisponierten BVB die Party. Konrad Laimer glänzte mit zwei Toren und einer Vorlage.

"Ein extrem bitteres Ergebnis. Eigentlich wollten wir uns Schwung für die Saison-Schlussphase holen, haben uns aber selbst ausgebremst", machte Trainer Marco Rose aus seinem Frust keinen Hehl. Anders als erhofft, verhalf die zuvor 763 Tage vermisste Kulisse von 81.365 Zuschauern der Borussia zu keinem Erfolgserlebnis. Die Gegentore von Konrad Laimer (21./30.), Christopher Nkunku (57.) und Dani Olmo (86.) rissen den zuvor sechsmal ungeschlagenen Tabellenzweiten aus allen Träumen von einem stabilen Aufwärtstrend.

Der Versuch von Mats Hummels, die dürftige Leistung schönzureden, trug nur bedingt zur Schadensbegrenzung bei: "Das war ein Sieg der Effektivität. Das war auf keinen Fall ein 4:1-Spiel. Man muss nicht so tun, als wären wir an die Wand gespielt worden", urteilte der Abwehrchef mit Verweis auf die starke Anfangsphase mit Chancen von Marco Reus und Erling Haaland.

Doch die Art und Weise, wie apathisch die Borussia auf den ersten Doppelpack von Laimer in seinem 103. Bundesligaspiel reagierte, war einer Spitzenmannschaft unwürdig. "Ich weiß nicht, ob ich das Wort Hühnerhaufen in den Mund nehmen soll. Dann wird es ein wildes Fußballspiel, das geht immer zugunsten der Mannschaft, die kontern kann", urteilte Hummels bei Sky. Bei nunmehr neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern erklärte der Weltmeister von 2014 den Titelkampf endgültig für beendet: "Den Blick nach oben gibt es nicht mehr."

Das Visier indes genau eingestellt hatte Laimer, der zu den zwei Treffern auch eine sehenswerte Vorlage beisteuerte. "Ich nehme ihn manchmal auf den Arm, da er, wenn er schießt, alles trifft außer das Tor", scherzte Trainer Domenico Tedesco. Dieser konterte mit einem Augenzwinkern. "Meine Abschlussstärke habe ich neu entdeckt. Wenn ich dann noch hin und wieder ein Tor erziele, redet der Trainer beim nächsten Mal netter über mich."

Quelle: Agenturen