APA - Austria Presse Agentur

FIFA-Ethikkommission stellt Infantino-Voruntersuchung ein

19. Aug 2020 · Lesedauer 1 min

FIFA-Präsident Gianni Infantino wird wegen der geheimen Treffen mit dem Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber zumindest von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes nicht sanktioniert. Wie die FIFA am Mittwoch mitteilte, habe die Ermittlungskammer eine Voruntersuchung gegen den 50-Jährigen wegen "mangelnder glaubhafter Beweise" eingestellt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino wird wegen der geheimen Treffen mit dem Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber zumindest von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes nicht sanktioniert. Wie die FIFA am Mittwoch mitteilte, habe die Ermittlungskammer eine Voruntersuchung gegen den 50-Jährigen wegen "mangelnder glaubhafter Beweise" eingestellt.

Die Voruntersuchung war bereits im Mai 2020 eingeleitet worden. "Nach Prüfung der maßgebenden Unterlagen und Beweise" sei nun beschlossen worden, das Verfahren zu beenden.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hatte Ende Juli ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. Im Kern geht es um drei Treffen mit Lauber, der seinen Posten Ende August verlassen wird. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Infantino weist das zurück und versicherte seitdem mehrfach, mit den Behörden vollumfänglich zu kooperieren.

Zum Zeitpunkt der Treffen mit Lauber steckte die FIFA noch in der Aufarbeitung der Skandalzeit um Ex-Präsident Joseph Blatter. Allerdings gab es auch Vorwürfe gegen Infantino aus seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär, die die Schweizer Justiz beschäftigen.

Quelle: Agenturen