APA - Austria Presse Agentur

Europa League: Salzburg bangt nach Niederlage um Verbleib

19. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Der FC Salzburg bangt nach einer 0:2 Niederlage gegen Villarreal um den Aufstieg in der Europa League. Salzburg Trainer Jesse Marsch hofft auf eine Wende.

Salzburg bangt nach einem verunglückten Abend um den Verbleib im Fußball-Europacup. Nach dem 0:2 gegen Villarreal im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League hoffte Trainer Jesse Marsch noch auf die Wende. Doch auch der US-Amerikaner wusste in der ersten Nachbetrachtung kurz vor Mitternacht: "Der Aufstieg ist noch möglich, aber es wird ganz schwer."

Mindestens zwei Tore für Aufstieg

Österreichs Meister braucht am kommenden Donnerstag zumindest zwei Tore um das Aus zu verhindern. Ansonsten wiederholt sich die Geschichte. Schon im Vorjahr waren die "Bullen" ebenfalls unter Marsch und nach dem Umstieg von der Champions League als Gruppendritter in der anschließenden ersten K.o.-Runde der Europa-League gescheitert. Damals gab es ein 1:4 (a) und 2:2 (h) gegen Adi Hütters Eintracht Frankfurt.

Der spanische Liga-Sechste agierte am Donnerstag ähnlich abgebrüht. "Sie wissen mit der Kugel umzugehen, das haben sie uns gezeigt. Wir haben teilweise keinen Zugriff auf ihren Ballbesitzfußball gehabt", sagte Goalie Cican Stankovic. Die Salzburger konnten bei weitem nicht an vorangegangene Vorstellungen auf der europäischen Bühne anschließen. "Wir haben gegen einen schlauen Gegner gespielt, einen mit vielen intelligenten Spielern auf dem Platz. Und wir haben zu viele junge Fehler gemacht und zu wenig Konsequenz vor dem Tor gehabt", sagte Marsch.

Doping-Sperre für Koita und Camara

Während das fehlende Abwehr-Duo Andre Ramalho und Maximilian Wöber zurückkehren könnte, werden Sekou Koita und Mohamed Camara mit Sicherheit fehlen. Das Urteil über ein dreimonatige Doping-Sperre der beiden Leistungsträger aus Mali war den Salzburgern am Mittwoch zugestellt worden. "Es tut uns weh als Gruppe. Sie haben zuletzt sehr gut gespielt. Es ist schwierig ohne diese zwei Jungs, aber wir haben eine gute Mannschaft. Wir brauchen jetzt alle unseren Jungs", erklärte Marsch.

Unzufriedenheit bei Marsch

Marsch war aber mit dem gesamten Mannschaftsauftritt unzufrieden. Der Frust saß offenbar auch bei den Spielern tief. Kapitän Andreas Ulmer sorgte mit einem rüden Einsteigen mit dem gestreckten Bein in der Nachspielzeit für den unschönen Schlusspunkt. Der Routinier war mit der Gelben Karte äußerst gut bedient und wird am kommenden Donnerstag in Villarreal mit von Partie sein. "Es ist noch alles drinnen", betonte Stankovic. "Wenn jemand zwei, drei Tore schießen kann, dann sind das wir."

Quelle: Agenturen