APA - Austria Presse Agentur

Europa League: Neuerliche "Frustration" für Salzburg

26. Feb 2021 · Lesedauer 3 min

Der FC Salzburg verlor mit 1:2 gegen Villareal im Sechzehntelfinale. Die Enttäuschung nach dem Europa League Aus ist groß.

Österreichs Serienmeister verlor nach der 0:2-Heimniederlage im Hinspiel am Donnerstagabend auch das Rückspiel gegen Villarreal mit 1:2. Ein früher Treffer von Mergim Berisha (17.) hatte die Salzburger Hoffnungen in Spanien genährt. Villarreals Stürmerstar Gerard Moreno drehte mit zwei Toren (40., 89./Elfer) aber die Partie. Im Februar 2020 waren die Bullen nach einem 1:4 im Hinspiel im Sechzehntelfinale an Eintracht Frankfurt gescheitert. "Sicher habe ich Frustration", erklärte Marsch nach dem neuerlichen Aus. "In beiden Jahren haben wir wichtige Spiele verloren. Wir waren immer hinten mit einer großen Aufgabe für das zweite Spiel." Auch jene in Spanien war am Ende zu groß. Marsch: "Es ist eine große Enttäuschung für mich persönlich und für uns als Verein und Mannschaft."

Der US-Amerikaner bedauerte primär, dass sein Team im Hinspiel nicht die bestmögliche Leistung gezeigt hatte - obwohl es im nationalen Geschäft seit Jahreswechsel alle Spiele gewonnen hat. "Auf dem Niveau ist es leider zu wenig, wenn du in zwei Partien nur eine gute drin hast", erkannte Routinier Zlatko Junuzovic. Man könne auf diesem Level mithalten. "Die Leistung war top - aber leider nicht über zwei Spiele."

Marsch: "Haben nicht viele Chancen kassiert"

Schon in Salzburg schienen die kurz zuvor wegen Dopings für drei Monate gesperrten Stammkräfte Sekou Koita und Mohamed Camara mehr gefehlt zu haben, als sich die Bullen eingestanden hatten. "Diese zwei Jungs zu verlieren war nicht einfach, aber ich bin zufrieden mit unserer Mannschaft", betonte Marsch. Vor allem die Reaktion auf die Hinspiel-Pleite sei stark gewesen - mit einer 4:2-Gala im Ligaschlager gegen Rapid und einer starken ersten Hälfte in Spanien.

Gegentore mussten die Salzburger aber erneut zwei hinnehmen. "Wir haben nicht viele Chancen kassiert. Aber wenn der Gegner vorne so viel Qualität hat, braucht er nur eine Chance", erklärte ihr Coach. "Auf diesem Niveau gegen eine Mannschaft mit Qualität und Erfahrung ist das vielleicht der Unterschied." Marsch hob vor allem den spanischen Teamstürmer Gerard Moreno hervor. Der 28-Jährige hatte die Bullen mit seinem Doppelpack quasi im Alleingang erledigt.

Bullen wollen nun nationales Plansoll erfüllen

Bereits zum sechsten Mal in Folge verloren die Salzburger eine Auswärtspartie in der K.o.-Phase der Europa League. "Der Charakter unserer Gruppe ist wichtig", sagte Marsch. "Wir haben nicht viel Zeit, um enttäuscht zu sein und nachzudenken. Wir müssen uns auf die nächste Aufgabe fokussieren." Die heißt am Sonntag in Klagenfurt Sturm Graz. Drei Tage später spielt der Serienmeister ebendort erneut gegen Sturm um den Einzug ins Cupfinale.

Marsch ist bis Sommer 2022 an die Salzburger gebunden. Nach dem internationalen Aus will er zumindest national das Plansoll erfüllen. "Wir müssen weiter arbeiten mit starkem Gefühl und starken Leistungen", forderte der US-Amerikaner. "Wir müssen positiv bleiben. Wir haben am Sonntag ein wichtiges Spiel und am Mittwoch ein Halbfinale. Wir fliegen zurück nach Österreich und kämpfen in unserer Liga und im Cupwettbewerb."

Quelle: Agenturen