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Egle/Kipp holen Weltcupsprint in Park City, D. Gleirscher 2.

18. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Das österreichische Kunstbahnrodel-Weltcupteam verlässt nach den durchschlagenden Erfolgen primär in Igls und zudem in Whistler auch Park City nicht sieglos. Ausgerechnet die am Vortag im Hauptrennen zu Sturz gekommenen Doppelsitzerinnen Selina Egle/Lara Kipp gewannen in der US-Eisbahn den Sprintbewerb, obwohl Egle mit einer schmerzhaften Knöchelprellung angetreten war. David Gleirscher wurde im Männer-Sprint Zweiter. Im Frauen-Einsitzer belegte Lisa Schulte Rang fünf.

"Unser Physiotherapeut Daniel Löberbauer hat einen super Job gemacht, ohne die Behandlung hätte ich nicht starten können", jubelte Selina Egle. "Wir haben uns den besten Lauf der Woche für den Schluss aufgehoben. Es war so viel Adrenalin dabei, dass ich den Fuß gar nicht gespürt habe." In der Weltcup-Gesamtwertung kam das ÖRV-Duo nach Platz sechs vom Vortag nach fünf von zwölf Saison-Konkurrenzen damit bis auf fünf Punkte an die führenden Italienerinnen Andrea Vötter/Marion Oberhofer heran.

Äußerst zufrieden war auch Gleirscher, am Vortag war der Olympiasieger im Einsitzer-Rennen Dritter geworden. "Mit den beiden Podestplätzen ist auch das Selbstvertrauen zurück", erklärte der eine Woche davor in Whistler zu Sturz gekommene Tiroler. Den Sprint-Sieg holte sich der auch im Einsitzer-Hauptrennen erfolgreich gebliebene Dominik Fischnaller, der Italiener übernahm damit die Weltcup-Führung. Der im Sprint nur auf Rang 14 platzierte Tiroler Wolfgang Kindl geht da vor David Gleirscher als Zweiter in die nächsten Rennen am 7./8. Jänner in Sigulda/Lettland.

Einen weiteren rot-weiß-roten Podestplatz ergatterten die Igls-Sprintsieger Yannick Müller/Armin Frauscher als Sprint-Dritte. Drei Hundertstel lagen sie hinter Tobias Wendl/Tobias Arlt, deren zwei hinter deren deutschen Landsleuten Toni Eggert/Sascha Benecken. Die liegen gesamt vor den im Sprint viertplatzierten Juri Gatt/Riccardo Schöpf an der Spitze. Thomas Steu/Lorenz Koller wurden Sprint-Fünfte. Im Einsitzer-Sprint der Frauen kam Schulte beim Sieg der Deutschen Julia Taubitz als ÖRV-Beste auf Position neun. Madeleine Egle wurde bloß 14., ist gesamt hinter Taubitz aber Zweite.

Österreichs Cheftrainer Christian Eigentler zog zum Abschluss des zweiwöchigen Übersee-Trips zufrieden Bilanz: "Wir haben die fehlende Bahnerfahrung auch hier in Park City mit sehr viel Einsatz und guter Arbeit wettmachen können und sind unseren Ansprüchen auch diesmal gerecht geworden." Zurück in der Heimat steht noch vor Weihnachten Athletiktraining auf dem Programm, nach Sigulda geht es bereits am 27. Dezember - also eineinhalb Wochen vor der dortigen Weltcup-Fortsetzung, um sich da die Weltcupführung in allen Bewerben möglichst zurückzuholen.

Quelle: Agenturen