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Die wichtigsten Statistiken zur Bundesliga-Saison 2021/22

24. Mai 2022 · Lesedauer 7 min

Torschützenkönig, bester Assistgeber und Raubein der Liga. Außerdem: Welches Team war in den letzten 15 Minuten am gefährlichsten, welcher Trainer hat bei seinen Einwechslungen das beste Händchen gehabt und welche Spieler spulten die meisten Minuten ab? Alle wichtigen Statistiken zur Bundesliga-Saison 2021/22.

Die Bundesliga-Saison 2021/22 ist Geschichte. Mit Red Bull Salzburg krönt sich das Top-Team der Liga zum bereits zehnten Mal in Folge zum Meister. Die Admira muss - nach einem dramatischen Abstiegskampf - nach elf Jahren aus der Bundesliga absteigen. Sturm Graz, Austria Wien und der Wolfsberger AC vertreten Österreichs Fahnen in der kommenden Saison im Europacup. Rapid Wien und die WSG Tirol rittern im Playoff noch um den letzten europäischen Startplatz. 

Für Statistiker ist es nun an der Zeit die Zahlen, Daten und Fakten der Saison Revue passieren zu lassen. PULS 24 hat die wichtigsten Kategorien zusammengefasst. 

Torschützen- und Assistkönig 

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Karim Adeyemi wird die Salzburger im Sommer Richtung Borussia Dortmund verlassen.

Die Torjäger-Krone durfte sich nach 32 Runden wieder ein Salzburger aufsetzen. Karim Adeyemi wurde Nachfolger von Patson Daka aus Sambia, der vor einem Jahr nach England abgewandert ist. Daka erzielte mit 27 Treffern aber doch um acht mehr als der Deutsche (19), der nun zu Borussia Dortmund wechselt. Auf Rang zwei schaffte es wie vor einem Jahr ein "Tiroler" und zugleich eine Leihgabe von Juventus Turin. Damals der Däne Nikolai Baden-Frederiksen mit 18, diesmal der Italiener Giacomo Vrioni mit 17 (plus einem Treffer im EC-Playoff gegen den LASK). Dann folgt mit Jakob Jantscher (Sturm/14) der erste Österreicher. Der "Spieler der Saison" ist mit 16 Vorlagen auch der beste Vorbereiter der Liga - gefolgt von Stefan Nutz (SV Ried, 12) und Noah Okafor (Salzburg, 8). 

Hattricks

Adeyemi zählt wie auch Vrioni zu den fünf Stürmern, die drei Tore bzw. einen Hattrick schafften. Der Deutsche beim 5:0-Heimsieg gegen die WSG Tirol, der "Wattener" beim 4:0 gegen den LASK. Ferner schafften die beiden mittlerweile Ex-Rapidler Taxiarchis Fountas (beim 3:0 gegen den WAC) und Ercan Kara (beim 5:2 gegen WSG Tirol) einen Triplepack, ebenso wie Thomas Sabitzer beim 4:2 gegen Ried ein weiterer Wattener. Gleich 44 Mal durften Kicker über zwei Tore in einem Match jubeln: Adeyemi, Markus Pink (Klagenfurt), Kelvin Yeboah (Sturm) je vier Mal, Vrioni, Dario Tadic (Hartberg) je dreimal, Roman Kerschaum (Admira), Manprit Sarkaria (Sturm) und Marco Djuricin (Austria) je zweimal.

Freistoßtore

Neun Schützen erwiesen sich bei Freistößen als treffsicher: Der Rapidler Marco Grüll sogar dreimal, Sarkaria (Sturm) zweimal. Je einmal scorten Daniel Offenbacher (Ried), Mergim Berisha (Salzburg), Srdjan Grahovac (Rapid), Kerschbaum, Jan Vodhanel (beide Admira), Patrick Greil und Turgay Gemicibasi (beide Klagenfurt).

Kopfballtore

Sturm erzielte mit 12 die meisten Tore gefolgt von WSG Tirol (11). Dahinter landeten Rapid (10), Salzburg (9), die Austria (7), Hartberg (6), die Admira, Klagenfurt und Ried (je 5), der WAC (4), Altach (3) und der LASK (1). Der WAC kassierte mit 11 die meisten. Bei Sturm waren es 10. Dahinter landeten Klagenfurt, Ried (je 9), Hartberg, LASK (je 6), Altach, Austria, WSG Tirol (je 5), Admira, Rapid und Salzburg (je 4). Gleich fünf Spieler trafen jeweils dreimal mit dem Kopf: Jon Gorenc-Stankovic (Sturm), Kara (Rapid), Sabitzer, Vrioni und Maximilian Wöber (Salzburg).

Joker-Tore

Salzburg war mit 18 mit Abstand die Nummer eins. Dann folgten die Austria (10), Sturm und Hartberg (je 8), Ried (7), Rapid, WSG Tirol, WAC (je 6), Altach (5), LASK (4), Admira (3) und Klagenfurt (1). Adeyemi war mit sechs Treffern der erfolgreichste Eingewechselte, gefolgt von Sarkaria (5), Noah Okafor (Salzburg/4), Leo Mikic, Seifedin Chabbi (beide Ried), Christoph Knasmüllner (Rapid), Seth Paintsil (Hartberg/je 3).

Frühstarter bzw. Spätzünder

Salzburg und Ried waren die beiden Mannschaften, denen in der Anfangsviertelstunde die meisten Treffer gelangen (9). Am ungefährlichsten waren in den ersten 15 Minuten Sturm, der WAC und Altach mit je drei Toren. Die meisten Gegentore zu Beginn des Spiels kassierten die Austria, Hartberg und Klagenfurt (je 9). 

In der Schlussviertelstunde erwiesen sich die Salzburger mit Abstand als das gefährlichste Team. Die "Bullen" erzielten in den letzten 15 Minuten mehr als doppelte so viele Tore (31) wie der erste Verfolger in dieser Kategorie, WSG Tirol (14). Die Wattener kassierten in den letzten 15 Minuten jedoch auch die meisten Treffer (18). Salzburg ist auch in dieser Kategorie - mit nur 5 Gegentoren - top. Rapid kam in der traditionellen "Rapid-Viertelstunde" - wie Sturm und Hartberg - 13-mal zum Torerfolg. Dem WAC (5) ging in der Schlussviertelstunde am öftesten die Luft aus. 

Standardtore

Aus ruhenden Bällen wie Freistößen, Eckbällen oder Elfmetern gelangen dem SK Sturm die meisten Tore (26), gefolgt von Salzburg (21) und Rapid (19). Am harmlosesten war die Wiener Austria mit nur 8 Treffern. Rapid und Altach waren mit 19 Gegentoren am anfälligsten. Die wenigsten Tore nach einem ruhenden Ball kassierte Salzburg (6) - mit Respektabstand auf die Admira (12) und die Austria (13). 

Elfmeter 

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Roman Kerschbaum erwies sich vom Elfmeterpunkt als eiskalt. 

Von 54 verhängten Elfern wurden 45 verwertet, zwei davon mit einem Nachschuss. Mit sieben verwandelten Elfern (einer davon mit dem Nachschuss) war Kerschbaum (Admira) die Nummer eins, es folgten Gemicibasi (Klagenfurt) (5/5,) Adeyemi (4/4) vor Liendl (4 aus 5), Jantscher und Vrioni (je 3/3). Die Admira (8/8) war im Verwandeln von Elfern die Nummer eins. Nur jeweils ein Penalty wurde gegen Salzburg (1/1) und WAC (0/1) verhängt. Die meisten gab es gegen Altach (8/9).

Karten

Die Klagenfurter Austria stellte mit elf Ausschlüssen, davon zehn rot, einen Rekord auf. Weiters: Altach 4, Ried 3, Rapid, WAC, WSG Tirol, je 2. Sturm, LASK, Admira je 1. Salzburg, die Austria und Hartberg kamen ohne Rote Karte davon. Die meisten Gelb-Roten-Karten musste der LASK hinnehmen (4). Salzburg und Hartberg behalten auch in dieser Kategorie eine "Weiße Weste", die WSG Tirol kam ebenfalls ohne Gelb-Rot durch die Saison. 

677 Gelbe Karten wurden in der Saison verhängt, wobei die WSG Tirol mit 77 (für 22 Akteure) die meisten kassierte. Dann folgten Altach mit 73 (21 Spieler) und die Admira (70/21). Spitzenreiter waren F. Strauss (Altach) und der Klagenfurter Gemicibasi (auch drei Ausschlüsse) mit je 10, es folgten Camara (Salzburg), Martel (Austria), je 9, Aiwu, Grüll (beide Rapid), Cvetko (Klagenfurt) und Braunöder (Austria) je 8 lagen nicht weit zurück.

Heim-Bilanz

Die Heim-Teams setzten sich mit 73 Siegen bei 61 Remis und 58 Auswärtserfolgen nur relativ knapp durch.

Start-Ziel-Sieg

Red Bull Salzburg führte ohne Unterbrechung von der ersten bis zur 32. Runde. Nach 22 Runden betrug der Vorsprung auf Sturm und den WAC je 18 Punkte (halbiert neun), nach 32 Runden 15 auf die Grazer.

Rote Laterne

Gleich neun Mannschaften waren zumindest einmal Träger der Roten Laterne. Rapid (1. Runde), Klagenfurt (2.), WAC (3.,4.), Austria (5.,6.), WSG Tirol (7.-11., plus 14.), LASK (12./13.) Altach (15.-31. mit Unterbrechung 26./27. durch Hartberg) und nach der 32. Runde die Admira.

Trainerwechsel 

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Beim SK Rapid ersetzte Ferdinand Feldhofer Ende November Dietmar Kühbauer. 

Bei Rapid, dem LASK, Ried, Altach und Hartberg kam es zu Trainerwechsel. Bei den Hütteldorfern ersetzte Ferdinand Feldhofer ab 29.11. Didi Kühbauer, der schon am 10.11. nach dem 1:4 in Wolfsberg gefeuert und für zwei Spiele von Thomas Hickersberger/Steffen Hofmann vertreten worden war.

Beim LASK kam Co Andreas Wieland zunächst interimistisch für Dominik Thalhammer (Mitte September), war dann ab 2022 fix, ehe er am 3. Mai Kühbauer Platz machen musste.

In Ried kam für den zunächst erkrankten Andreas Heraf am 8.11. das Out, Co Christian Heinle übernahm, aber nur bis Jahresende, dann war Robert Ibertsberger bis 18. April der Chef, ehe wieder Heinle ab 19.4. den Ton angab.

In Altach löste der Schweizer Ludovic Magnin ab Jahresbeginn den schon Mitte Dezember entlassenen Damir Canadi ab. In Hartberg schließlich wurde für Kurt Russ (bis 7.3.) Klaus Schmidt (ab 8.3.) verpflichtet und schaffte so wie die anderen den Klassenerhalt.

Schiedsrichter

Insgesamt 17 Referees wurden für die 192 Spiele eingesetzt, wobei der Wiener Harald Lechner mit 16 Auftritten die Nummer eins war. Je 14 hatten der Tiroler Walter Altmann und der Salzburger Sebastian Gishamer, je 13 Manuel Schüttengruber, Stefan Ebner (beide OÖ) und Alan Kijas (NÖ). Außerdem gab es noch die diversen VAR-Aufgaben.

Ergebnisse

Gleich 34 mal endete ein Spiel mit 1:1, knapp gefolgt vom 2:1 (33), 1:0 (24) und 2:0 (17). Null-Nummern wurden zehn registriert. Für die höchsten Siege (7:1 daheim gegen Ried und 6:0 in Klagenfurt) zeichneten sich die Salzburger verantwortlich.

Dauerbrenner 

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Austria-Goalie Patrick Pentz absolvierte jedes Saisonspiel über 90 Minuten und wurde zum zweiten Mal in Folge zum "Torhüter der Saison" gekürt. Im Sommer wird Pentz die Austria verlassen. 

Sieben Akteure waren in allen 32 Spielen ihrer Clubs im Einsatz, nicht überraschend, dass vier davon Torhüter sind, die auch immer durchspielten: Der Austrianer Patrick Pentz, Andreas Schlager (LASK), Jörg Siebenhandl (Sturm) und Andreas Leitner (Admira). Dazu kommen noch die Mittelfeldspieler Nicolas Seiwald (Salzburg/fünf mal aus- und siebenmal eingewechselt) und Tobias Kainz (Hartberg/11 a, 1 e) sowie Verteidiger Amar Dedic (WAC/4 a). Die meisten Akteure bot Rapid mit 39 auf, mit den wenigsten kamen Sturm und der WAC mit je 24 Mann aus.

Quelle: Agenturen / mpa