APA - Austria Presse Agentur

DFB droht Verlust von bis zu 50 Millionen Euro

23. März 2020 · Lesedauer 2 min

Der Deutsche Fußball-Bund rechnet durch die Corona-Krise mit massiven finanziellen Einbußen. "In einem Worst-Case-Szenario wird uns Corona für das Wirtschaftsjahr 2020 einen Verlust von 50 Millionen Euro bringen", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in einem am Montag veröffentlichten Telefon-Interview des Magazins "Sponsors".

Dem weltgrößten Sportverband drohe dank langfristiger Verträge mit Sponsoren aber keine Insolvenzgefahr. Zudem habe man einige Maßnahmen ergriffen, um den drohenden Minusbetrag reduzieren zu können. Dazu gehört unter anderem die Einsparung von Personalkosten. "Die DFB-Mitarbeiter haben sofort signalisiert, dass sie ihren Beitrag leisten wollen. Genau wie unsere Spitzenverdiener Jogi Löw und Oliver Bierhoff", so Curtius. Bundestrainer Löw und der für die Nationalmannschaften und die Akademie zuständige DFB-Direktor Bierhoff hatten in der Vorwoche angekündigt, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten.

Trotz der drohenden Millionen-Einbußen dürfen die deutschen Landesverbände auf Soforthilfen durch den DFB bauen. "Wir werden alle Zahlungen nach Bedarf sofort ausschütten, um die Liquidität zu sichern", versprach Curtius. Jährlich schüttet der DFB insgesamt zwölf Millionen Euro an die Verbände aus.

Curtius glaubt aber daran, dass die Spielzeit 2019/20 noch zum Abschluss gebracht werden kann. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Monaten schon wieder Fußballspiele erleben werden.". Allerdings müsse man sich auf eine lange Phase einstellen, in der dies ohne Zuschauer der Fall sein wird: "Ich glaube nach Gesprächen mit vielen Experten, das kann noch bis Ende dieses Jahres andauern".

Quelle: Agenturen